Niederstetten

Bürgerversammlung (2) Fertigstellung des UFZ-Neubaus in der Kernstadt für das Jahr 2020 angepeilt

Über Erreichtes und Geplantes berichtet

Archivartikel

Niederstetten.Mit einem kleinen Paukenschlag endete die Bürgerversammlung in Niederstetten: Bürgermeister Rüdiger Zibold kandidiert nicht für eine weitere Amtszeit (siehe Bericht oben). Zuvor hatte er sich im Rahmen der gut besuchten und informativen Versammlung auch den Fragen der Bürger gestellt.

Revue passieren ließ Zibold die Folgen des Starkregenereignisses im Mai 2016, die erfolgten Investitionen in die Schulküche sowie die Gestaltung des "digitalen" Klassenzimmers am Bildungszentrum und die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds. Mit Unterstützung der Schüler sei der ökologische Grünstreifen am Ermershäuser Bach gestaltet. Auch der erster Bauabschnitt der Kirchensanierung in Ebertsbronn ist abgeschlossen.

Dass ein Nachbar ein Grundstück für einen Garten am Kindergarten Rinderfeld zur Verfügungs stellte, war das "i"-Tüpflein beim Umbau der Einrichtung. Die Sanierung der Friedhofskapelle in der Kernstadt dürfte im August abgeschlossen werden, im Anschluss steht die Sanierung der Leichenhalle an.

Zibold erwähnte Spielplatzerneuerungen sowie den Endspurt der Farrenstall-Sanierung in Adolzhausen im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans. An der laufenden Sanierung des Turms der Jakobskirche beteiligt sich die Stadt, beim Heimatmuseum wurden Notsicherungsmaßnahmen ausgeführt und mit kommunaler Hilfe gingen Bürger die Sanierung einiger Privatanwesen an.

Künftige Maßnahmen sind die Neugestaltung der Langen Gasse mit Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm. In Wildentierbach steht eine Freiflächenphotovoltaikanlage mit Bürgerbeteiligung auf der Agenda. Durchs Land und die Schulstiftung finanzierte Baumaßnahmen am Landesschulbauernhof in Pfitzingen sind ebenso geplant wie die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses in Herrenzimmern mit beantragter ELR-Förderung. Auch die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Rüsselhausen ist - wenn Zuschüsse kommen - vorgesehen. Weitere Pläne: Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Rinderfeld, die Erweiterung des Kindergartens in Niederstetten sowie Stadtsanierungsmaßnahmen und Baugebietsausweisungen in Rüsselhausen und Adolzhausen, um nur einiges zu nennen. Wichtig sowohl fürs Niederstettener Gewerbe als auch für Privatleute ist der für den 8. August geplante Spatenstich zur Umsetzung des Breitbandausbaus.

Ganz aktuell laufen die Umsiedlungspläne des derzeit noch in Wermutshausen angesiedelten Umschulungs- und Fortbildungszentrums in den Kernort. Das 1971 gegründete UFZ wird von der regionalen Wirtschaft gern genutzt, das Zentrum platzt aufgrund kontinuierlich wachsender Schülerzahlen schon fast aus den Nähten.

Nachdem die zunächst angedachte Erweiterung in Wermutshausen als nicht machbar befunden wurde, steht jetzt eine förderfähige Neubau-Umsiedlung auf das ehemalige Hallenbadareal an. Ende November wird die Preisgerichtssitzung des von den Fördergebern geforderten Architektenwettbewerbs stattfinden. Die prämierten Modelle werden danach in der Alten Turnhalle ausgestellt. Die Architekten müssen neben dem UFZ-Raumbedarf von rund 1400 Quadratmetern und der Anforderung von 50 Parkplätzen auch die weitere Nutzung des Festplatzgeländes bei ihren Planungen berücksichtigen. Ziel ist die Fertigstellung des neuen Baus im Jahr 2020.

Auch der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) soll in diesem Areal angesiedelt werden, das sich spätestens dann mit Bildungszentrum, Mediothek, "Kult", Sporthalle und Sportplätzen zu einen "kleinen Bildungscampus" entwickeln dürfte.

Wo die Bürger der Schuh drückt, wurde ebenfalls deutlich: Möglichst verkehrssicher und Omnibus tauglich wünscht man sich den neuen ZOB, in der Innenstadt nervt die 7-Kilometer-Zone, in Wildentierbach eine nur teilweise der Stadt gehörende alte Mauer, beim Tempele die durch Verkehrssicherungsmaßnahmen drohende Störung des idyllischen Natureckchens.

Franz Scharly kritisierte unter anderem das Kinderbetreuungskonzept, aus seiner Sicht mangelnde Pflasterarbeiten in der Innenstadt sowie fehlende Tempobegrenzungen, die die Verkehrsschau allerdings anders bewertet hatte.

Kritik wurde schließlich auch an der Bereitstellungsgebühr aufgrund von Quellwasserentnahmen formuliert. ibra