Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kliniken Virtuelle Informationsveranstaltung war gut besucht / „Herzschwäche“ am 3. November Thema

„Wenn Magen und Darm verstimmt sind“

Neckar-Odenwald-Kreis.Blähbauch, Durchfall und Sodbrennen sind typische Symptome für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Viele Menschen sind davon betroffen. In einer virtuellen Informationsveranstaltung klärten die Neckar-Odenwald-Kliniken deshalb über die Diagnose und moderne Behandlungsmöglichkeiten auf. Die Resonanz war groß.

Eine Stunde lang berichtete Dr. Thomas Hüttenhain, Chefarzt der Allgemein- und Viszeral-chirurgie in den Neckar-Odenwald-Kliniken, über die Störungen der Verdauung und stand seinen mehr als 60 virtuellen Besuchern Rede und Antwort. Mit Bildern und Fakten informierte der Medi-ziner über die Behandlung von Sodbrennen (Reflux), des Reizdarmsyndroms und entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Kolitis Ulcerosa.

Sowohl bei Sodbrennen als auch bei Verdauungsproblemen rät Dr. Hüttenhain dazu, sehr fette, blähende und schwer verdauliche Gerichte vom Speiseplan zu streichen: „Pellkartoffeln belasten weniger als Pommes, Tomaten und Fenchel sind leichter verdaulich als Kohl oder Paprika, wobei ballaststoffreiche Ernährung auch sehr wichtig ist. Anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit sollte man am Tag trinken.“

Am besten seien ungesüßte Getränke mit wenig Kohlensäure wie Mineralwas-ser, Früchte- oder Kräutertee. Tägliche Bewegung bringe den Darm in Schwung und rege die Verdauung an. Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin entlaste Magen und Darm.

Sollte es nicht genügen, die Ernährung umzustellen, werden geeignete Medikamente verschrie-ben. Ein Allheilmittel gibt es allerdings nicht. Jede medikamentöse Therapie muss individuell auf den Patienten und die Erkrankung abgestimmt werden.

Breites Spektrum

Greifen auch Medikamente zu kurz, verfügen die Neckar-Odenwald-Kliniken über ein breites Spektrum an operativen Eingriffen an Magen, Dünn- und Dickdarm, Galle und Milz. Hierbei kann häufig auf die „Schlüssellochchirurgie“ zurückgegriffen werden. Sie hat die früher oft notwendigen großen Bauchschnitte abgelöst. „Die minimalinvasive Entfernung des Dickdarms bei Entzündungen und Tumoren gehört mittlerweile zum Standard. Der Schmerzkatheter und modernste OP-Instrumente helfen, Schmerzen zu verringern“, erklärte Dr. Hüttenhain. Insgesamt ermögliche das den Patienten eine schnelle Mobilisierung und weniger Schmerzen.

Klinikgeschäftsführer Frank Hehn ist sehr zufrieden damit, dass die virtuellen Informationsveran-staltungen der Neckar-Odenwald-Kliniken immer besser angenommen werden. Nächster Termin ist der 3. November, 18 Uhr. Dr. Peter A. Oberst informiert dann über Herzschwäche.

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