Neckar-Odenwald

Museum Stadt Miltenberg Ikonenschreiberinnen zu Gast

Weihnachtliche Szenen bestaunen

Archivartikel

Miltenberg.Das Museum Stadt Miltenberg zeigt bis 14. Januar in der Sonderausstellung „Ikonen – geschriebene Bilder“ Kultbilder der orthodoxen Kirche. Gemalt wurden diese von den drei Ikonenschreiberinnen Helga Katharina Herrig-Kutscher (Dieburg), Olga Liashenko (Haßfurt) und Janina Zang (Goldbach).

In drei Räumen werden Geschichte, Herstellung und Ikonografie der Bilder sowie die Künstlerinnen vorgestellt. Neben weihnachtlichen Szenen wie der Geburt Christi sind auch Mariendarstellungen (zum Beispiel die bekannte „Wladimirskaja“), Christus- und Heiligenbilder zu sehen. Die Sammlung historischer Ikonen im Museum Burg Miltenberg kann jeden Montag bei der 14 Uhr-Führung besichtigt werden.

Ikone bedeutet im Altgriechischen Bild oder Abbild. Die Kult- und Heiligenbilder sind im orthodoxen Glauben Offenbarungsträger, die die Gegenwart Gottes in einem Raum zeigen. Sie weisen auf die überirdische Wirklichkeit hin.

Die Bilder sind an feste ikonografische Vorlagen („Urbilder“) gebunden, die auf Erzählungen des Alten und Neuen Testaments zurückgehen. Man spricht vom „Ikonen schreiben“, da die Maler durch die Vorlagen weniger Gestaltungsmöglichkeiten haben und die Ikonen erst durch ihre Beschriftung vollendet werden. Im Gegensatz zur Ikonenmalerei der Ostkirche hat sich die Kunst im Westen viel freier entwickelt.

Die Künstlerinnen werden bei der Veranstaltung „Advent im Museum“ am 14. und 15. Dezember anwesend sein.

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