Neckar-Odenwald

Kunstverein Neckar-Odenwald Mitgliederausstellung „. . . Druck . . .“ läuft noch bis zum 5. Juli / Thema lässt viele Assoziationen zu

Vom Falt-Kronkorken bis zum „Druck der Straße“

Archivartikel

Mosbach.Erstmals nach dem „Lockdown“ der Corona-Krise sind im „Alten Schlachthaus“ in Mosbach wieder Kunstwerke zu besichtigen.

Die ursprünglich für April geplante Mitgliederausstellung „...Druck...“ des Kunstvereins Neckar-Odenwald wurde am vergangenen Samstag unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel eröffnet.

Nun können Interessierte die Arbeiten der 13 teilnehmenden Künstler immer samstags und sonntags in Augenschein nehmen – allerdings sind nur maximal vier Personen gleichzeitig zugelassen, ein Mund-Nasen-Schutz ist Bedingung.

Gezeigt werden keineswegs nur Arbeiten, die tatsächlich in Druck-Techniken entstanden wie zum Beispiel Bernd Vonaus Holzdruck zum Thema Blutdruck. Die meisten Künstler nahmen den Druck im übertragenden Sinne, und deshalb sind zusammengedrückte und so „gefaltete“ Kronkorken in Reihe (Annette Zöller) ebenso zu sehen wie ein Video sich berührender, drückender Hände („Drück mich!?“, Ulrike Thiele).

Hildegard Becker setzt den „Druck der Straße“ in einem großformatigen und schon dadurch herausstechenden Werk in Szene, während Wilfried Barber mit seiner Arbeit der Abstraktion treu bleibt – sie trägt den Titel „Beeindruckendes Erlebnis“.

Vom Druck in der Statik von Gebäuden über den Zelldruck, der zu Farbexplosionen führt bis zum „hohen Nachfragedruck“, den der Landrat der Ausstellung wünschte, lässt das Thema die verschiedensten Assoziationen zu.

Die Arbeiten von Wilfried Georg Barber, Hildegard Becker, Andrea Beer, Hildgund Beichert, Heidrun Breiding, Christine Doege, Heike Frei, Ellen Ince, Uli Körber, Bernhard Stüber, Ulrike Thiele, Bernd Vonau und Annette Zöller sind noch bis einschließlich Sonntag, 5. Juli, immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. sab

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