Neckar-Odenwald

Kunstverein Neckar-Odenwald Ausstellungssaison in Mosbach und Buchen beginnt im März

Vielseitige Facetten der deutschen Kunstszene

Archivartikel

Mosbach/Buchen.Es ist wieder soweit: Der Kunstverein Neckar-Odenwald startet seine diesjährige Ausstellungssaison mit Aktivitäten in Mosbach und Buchen. Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung von externen Künstlern werden mit Mitgliederausstellungen des Vereins zu einem vielversprechenden Programm verbunden. Dazu kommt wie in den vergangenen Jahren, dass der Kunstverein im Alten Schlachthaus Gastgeber für die Badische Landesbühne sein wird – szenische Lesungen zum Hölderlin-Jahr und zum Tag der Befreiung, dem 8. Mai 1945.

Den Auftakt in Mosbach macht eine zweiteilige Mitgliederausstellung zum Thema „Druck“ machen, wobei der erste Teil in bewährter Zusammenarbeit mit der Druckwerkstatt Mosbach ab 15. März im Stadtmuseum und der zweite Teil ab 19. April im Alten Schlachthaus zu sehen sein wird.

In Buchen kommt es ab 29. März zur Aufforderung „schau!“. Eine Gruppe von jungen Künstlern, die bei Bernard Lokai an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen studiert haben, wird ihre unterschiedlichen Positionen innerhalb der gegenstandslosen Malerei demonstrieren.

Am 23. April gibt es in Mosbach einen Vortrag von Karl Heinz Treiber zur Konzept-Künstlerin Cindy Sherman. Vorträge und Filme, Diskussionen zum Thema – Veranstaltungen dieser Art sollen nach der Vision des Vereinsvorsitzenden Harald Kielmann und seiner Stellvertreterin Ulrike Thiele neben der vielfältigen Ausstellungstätigkeit einen noch größeren Stellenwert bekommen.

Rauminstallation

Mit der ersten Einzelausstellung des Jahres wird der Berliner Künstlerin Renate Wolff in Mosbach Gelegenheit gegeben, ihrem eigenständigen Stil der Rauminstallation unter dem Titel „wandeln“ vom 24. Mai bis 28. Juni Ausdruck zu verleihen.

Im Mai startet in Buchen unter dem Titel „Verwandlung“ auch die zentrale Mitgliederausstellung des Jahres. Der Begriff wird sicherlich ganz unterschiedlich umgesetzt. Er mag sich auf den künstlerischen Prozess oder auf das zur Darstellung Gebrachte beziehen.

Buchen wird im Juni auch Schauplatz des Bildhauer-Symposiums „Grenzenlos“ sein, in dessen Rahmen der Kunstverein zu einer Podiumsdiskussion ins Kulturforum Vis-à-Vis einlädt.

Professor Martin Kim und Studenten der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim erkunden im Juli im Mosbacher Alten Schlachthaus „Muster, Licht und Schatten“ und präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Ausstellung.

Im Rahmen des Mosbacher Sommers zeigt der Holzbildhauer Heiko Börner im Alten Schlachthaus bis in den September hinein seine „Spannungsfelder“.

In Buchen beendet der Kunstverein seine Saison mit Tim Sandow. „Kiosk Paradies“ wird bis zum 18. Oktober zu sehen sein. Ein figürlich arbeitender Maler der jungen Generation, der in Düsseldorf und Wien studiert hat, den Menschen sieht, sich dabei viele Fragen stellt und ganz eigene, hintergründige Antworten findet.

Kraft des Experimentellen

Die Kunstsaison in Mosbach geht beim Klang eines poetischen Ausstellungstitels zu Ende. „Die Gegend um Morgen“ nennt Myriam Holme ihre Schau, die sicherlich ebenso von der Kraft des Experimentellen wie vom Zauber des Unerwarteten erfüllt sein wird.

Der Kunstverein Neckar-Odenwald behält sein über Jahre in fruchtbarer Auseinandersetzung gewachsenes Konzept bei: Einerseits vielseitige Facetten der deutschen Kunstszene aus ihren Brennpunkten nach Mosbach und Buchen zu bringen und andererseits den künstlerisch Aktiven des Vereins Gelegenheit zu geben, das Wachstum ihrer eigenen Arbeit zu präsentieren.

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