Neckar-Odenwald

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen Vorbeugende Maßnahmen in den Neckar-Odenwald-Klinken / Laut dem Leiter Harald Genzwürker „reine Vorsorgemaßnahme“

Tests werden in den Klinken ausgeweitet

Mosbach/Buchen.Die Neckar-Odenwald-Klinken weiten ihre vorbeugenden Coronatests aus. Auch Patienten, die als Notfall stationär aufgenommen werden und keine Corona-Symptome zeigen, werden seit dieser Woche vorsorglich getestet. Alternativ können die Patienten einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Anlass sind die ansteigenden Infektionszahlen in der Region, wie das Landratsamt mitteilte.

Bisher wurden bereits alle Patienten, die im Rahmen eines geplanten Eingriffs stationär aufgenommen wurden, unmittelbar vor der Aufnahme getestet. Laut dem Ärztlichen Leiter Dr. Harald Genzwürker handelt es sich dabei um eine „reine Vorsorgemaßnahme“. Dieser Schritt diene der weiteren Steigerung der Sicherheit sowohl der Patienten als auch der Mitarbeiter „Wir folgen damit dem Beispiel des Universitätsklinikums Heidelberg, wo eine entsprechende Regelung bereits seit Mitte September gilt“, sagt Genzwürker.

Liegt ein positives Testergebnis vor, wird die Behandlung, soweit medizinisch vertretbar, verschoben. Positiv getestete Patienten, deren Eingriff aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, werden gemäß den aktuellen Hygienestandards isoliert. Alle Verdachtsfälle werden wie bisher direkt auf einer Isolations- beziehungsweise Intensivstation aufgenommen und dort medizinisch behandelt.

An beiden Standorten der Neckar-Odenwald-Kliniken wird derzeit jeweils ein positiver Fall auf der dortigen Isolierstation behandelt, Beatmungsfälle sind nicht darunter. Einzelne Verdachtsfälle befinden sich in Abklärung auf den Isolationsstationen.

Pressesprecher Jan Egenberger widersprach einer Darstellung der „Berliner Morgenpost“ von Mittwoch, dass die Intensivstation in Mosbach ausgelastet ist. „Kurzfristig kann es schon vorkommen, dass es bei den Intensivbetten knapp wird. Das sind jedoch nur Momentaufnahmen und die liegen nicht immer an Corona. Es gibt genügend Intensivbetten – an beiden Standorten“, versicherte er. Man müsse mit solchen zentralisierten Statistiken aufpassen und dürfe diese nicht überbewerten. pm/ms

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