Neckar-Odenwald

AWO-Ortsverein Walldürn Alle Aktivitäten bis Mai 2021 gestrichen / Auf Hausmeister Dieter Kern folgt Xaver Winkelmann

Sicherheit der Senioren hat Vorrang

Walldürn.Nach mehreren Monaten traf sich der Vorstand des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Walldürn in der Begegnungsstätte des vereinseigenen Seniorenheims in der Vorstadtstraße.

In einem kurzen Rückblick schilderte Vorsitzender Kurt Kempf, dass nach Fastnacht alle weiteren geplanten Veranstaltungen des Ortsvereins abgesagt werden mussten. „Corona hat unsere bisherigen Planungen zunichtegemacht“, so Kempf. Das beliebte Frühlingsfest und der Ausflug zu den Adlerwerken und in den Palmengarten nach Frankfurt mussten ebenso ausfallen, wie die für Oktober vorgesehene Generalversammlung.

Da sich mittlerweile die Lage dramatisch verschärfte, habe dies auch Auswirkungen auf die nächsten geplanten Veranstaltungen. Deutlich wurde, dass einerseits die Heimbewohner ein natürliches Interesse an geselligen Aktionen haben, aber in dieser besonderen Zeit die Sicherheit der Senioren an allererster Stelle stehen muss. Deshalb beschloss der Vorstand, alle Veranstaltungen bis Mai 2021 zu streichen, um die Bewohner nicht zu gefährden. Rücksicht und Umsicht gehe vor Geselligkeit, so der einhellige Tenor.

Ebenfalls ging der Vorsitzende auf den von den privaten Eigentümern geplanten Verkauf des Wohn- und Pflegeheimes „Maria Rast“ ein, dass vom AWO-Kreisverband Neckar-Odenwald betrieben wird. Kurt Kempf stellte klar, dass weder der Ortsverein noch der Kreisverband Eigentümer von „Maria Rast“ seien. Der AWO-Kreisverband sei lediglich Betreiber und Pächter des Alten- und Pflegewohnheimes. Die AWO selbst sei vom geplanten Verkauf völlig überrascht worden. Offenbar werde der Verkauf von einer Bank eines der Eigentümer betrieben.

Interesse an „Maria Rast“ besteht

Kempf machte deutlich, dass der Kreisverband nach wie vor Interesse am Weiterbetrieb von „Maria Rast“ habe, den aufgerufenen Verkaufspreis mit über vier Millionen Euro hielt er aber für „überzogen“, da man noch investieren beziehungsweise umbauen müsse. Man hoffe, dass sich die Verkäufer mit dem AWO-Kreisverband einigen können, damit der soziale Gedanke in „Maria Rast“ weiterhin erhalten bleiben könne.

Ebenfalls berichtete der Vorsitzende, dass Hausmeister Dieter Kern nach 14 Jahren Ende Dezember in den Ruhestand gehe. Es sei mit ein Verdienst von Dieter Kern, dass die Altenwohnanlage zum Aushängeschild des Ortsvereins zählt. Nachfolger wird Xaver Winkelmann, der sich kurz der Vorstandschaft vorstellte.

Im Bericht über die Wohnanlage machte Dieter Kern deutlich, dass derzeit alle Wohnungen vermietet sind, und eine Warteliste weiter bestehe. Hauptsächliches Interesse haben Interessenten für die größeren Wohnungen im Gebäudekomplex. An größeren Reparaturen stehe dieses Jahr noch die Sanierung der Blitzableiter an. Die schon vor geraumer Zeit beauftragte Firma habe versichert, die Arbeiten noch im Oktober vorzunehmen.

Über eine solide finanzielle Basis des berichtete Kassenverwalter Karl Heinz Becker, der sein Zahlenwerk erläuterte, bevor Kempf die Sitzung beendete.

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