Neckar-Odenwald

Kultusministerin zu Besuch im Neckar-Odenwald-Kreis Dr. Susanne Eisenmann im Gespräch mit Bürgermeistern und Landrat

Schulschließungen ein absolutes Tabu

Neckar-Odenwald-Kreis.Große Zustimmung fanden die Worte von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann im Rahmen eines Gesprächs mit den Bürgermeistern aus dem Neckar- Odenwald-Kreis in Adelsheim. Dr. Eisenmann war auf Einladung ihres Ministerkollegen Peter Hauk (MdL) in dessen Wahlkreis gefolgt, um sich dort ein Bild von der Bildungsversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis zu machen. Die beiden Minister sind sich über die Bedeutung der Bildung im Ländlichen Raum einig.

An einem Strang ziehen

„Wichtiger denn je ist es, dass wir in der Fläche unseres Landes bildungstechnisch bestmöglich aufgestellt sind, dafür ziehen wir täglich gemeinsam an einem Strang“, so die CDU-Politikerin. „Wir müssen den ländlichen Raum auch weiterhin fit für die Zukunft halten.“

Neben einer guten Infrastruktur, Verkehrswegen und Arbeitsplätzen gehöre vor allem die Bildung in den Kommunen dazu. „Ich freue mich, dass die Kultusministerin meiner Einladung gefolgt ist und in ihrer Bildungspolitik den ländlichen Raum klar im Blick hat“, so Peter Hauk. Diese Zielstrebigkeit der Kultusministerin und deren Ministerium trage Früchte, lobte der Vorsitzende des Neckar-Odenwald-Kreises im Gemeindetag, Bürgermeister Thomas Ludwig (Seckach).

Bei ihm und vielen anderen Bürgermeistern landesweit finde der Kurs von Ministerin Eisenmann großen Anklang.

Planungssicherheit ist wichtig

Ein weiteres Mal verdeutlichte die Kultusministerin, dass es mit ihr keine weiteren Schließungen von Grund- oder Hauptschulen geben werde. „Das gibt den Gemeinden Planungssicherheit und beruhigt auch die Eltern“, so Ludwig.

Die Ministerin führte dazu weiter aus, dass gerade im ländlichen Raum die Wegstrecken und die Situation des Nahverkehrs eine täglich weite Anreise zur Schule unzumutbar mache. Gerade deshalb sei es so bedeutsam, für jede einzelne Schule zu kämpfen.

Dies bestätigten auch die Bürgermeister Roland Bürger (Buchen) und Martin Diblik (Billigheim). Beide hoben nochmals die Bedeutung der Grundschulstandorte in ihren Gemeinden hervor.

Auch zum Thema Schulbausanierung bezog die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Stellung. Jedem müsse klar sein, dass die Landesregierung nicht alle Wünsche erfüllen kann. Dennoch werde sie dafür kämpfen, dass der Fördertopf im Bereich Investitionen nochmals erhöht werde.

Das sei enorm wichtig, um Schulstandorte zukunftsfähig zu machen und das Lernumfeld der Schüler bestmöglich zu gestalten. Einige Bürgermeister gaben darauf an die Regierungsmitglieder den Hinweis, dass eine höhere Flexibilität und besonders eine Anpassung der Förderungen an die stetige Preissteigerung im Bausektor dringend nötig sei.

Schwimmbäder ebenfalls wichtig

Höpfingens Bürgermeister Adalbert Hauck wies in diesem Zusammenhang auch auf die finanzielle Berücksichtigung von Gemeinden hin, die kostenträchtige Schwimmbäder überwiegend zu Lehrzwecken unterhalten. Zur Entwicklung in Sachen Haupt- und Werkrealschulen im Land bezogen die beiden Minister im Gespräch mit den Bürgermeistern ebenso Stellung. Es sei immens wichtig, über diese Schulart künftig wieder mehr junge Menschen zu einem Handwerksberuf zu führen.

Klassengrößen flexibler

Landrat Dr. Achim Brötel dankte Eisenmann für deren Einsatz, seit Amtsantritt der Ministerin sei eine Flexibilisierung bei den Klassengrößen der Berufsschulklassen bemerkbar.

Das sei wichtig für den ländlichen Raum und mache sich auf lange Sicht im Handwerkssektor positiv bemerkbar.

Minister Hauk appellierte dabei an den gesunden Menschenverstand. Man tue einem Kind keinen Gefallen, wenn man es auf ein Gymnasium mehr oder weniger zwingen müsse. Er sieht im Handwerk „goldenen Boden“.

Abschließend galt ein besonderer Dank der Ministerin allen Lehrkräften, Pädagogen und Schulträgern im Kreis. In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit könne man das Bildungsangebot noch besser machen.

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