Neckar-Odenwald

„Leader“-Geschäftsstelle Badisch-Franken Projektanträge können bis 2. März eingereicht werden / Umwelt- und Kunstvorhaben förderfähig

Mit zwei Projektaufrufen ins neue Jahr gestartet

Neckar-Odenwald-Kreis.Gleich mit zwei parallel laufenden Projektaufrufen startet die „Leader“- Aktionsgruppe Regionalentwicklung Badisch-Franken in das Jahr. Es handelt sich zum einem um einen Aufruf, der Projektideen aus dem Landschafts- und Naturschutzbereich sowie unter Vorbehalt der Mittelzuweisung auch Kulturprojekte privater Antragsteller im Blick hat. Darüber hinaus startet der Projektaufruf zum Regionalbudget 2021.

Alle Projektvorhaben müssen sich dabei mindestens in einem der definierten Handlungsfelder aus dem Regionalen Entwicklungskonzept zuordnen lassen.

Anträge können bei beiden Aufrufen bis zum 2. März bei der Geschäftsstelle eingereicht werden. Die Auswahlentscheidungen der bis zum Stichtag eingegangenen Projektvorhaben finden voraussichtlich am 30. März statt. Dabei werden die Projektanträge nach objektiven Bewertungskriterien bewertet, entsprechend ausgewählt und beschlossen.

Naturschutz und Kultur gefragt

Für Naturschutzprojekte gelten die Vorschriften der Landschaftspflegerichtlinie (LPR). Antragsteller können Fördersätze von bis zu 95 Prozent erhalten. Vorhaben wie zum Beispiel Biotopgestaltungen oder Neuanlagen, Artenschutzmaßnahmen oder Investitionen und Dienstleistungen zum Zwecke des Naturschutzes und zur Erhaltung der Kulturlandschaft können hier gefördert werden. „Leader“ Badisch-Franken hat bereits ein LPR-Projekt gefördert: Unterstützt wurde ein Grünsfelder Schäfer, der mit dem Zuschuss die wichtige Kulturlandschaftspflegearbeit mit seinen Schafen fortführen konnte. In diesem Bereich stehen nun 150 000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

Weitere zahlreiche Fördermöglichkeiten von privaten Vorhaben im nicht-investiven Bereich bestehen im Modul „Kunst und Kultur“. Kulturtage, Theater-, Tanz- und Musicalproduktionen oder die Professionalisierung von Kultureinrichtungen und die Netzwerkbildung stehen hier im Fokus und werden mit einem Fördersatz von 50 Prozent unterstützt. So wurde mit „Leader“ bereits ein HipHop-Festival in Buchen und ein Kleinkunsttheater in Walldürn unterstützt. Vorbehaltlich der endgültigen Mittelzuweisung stehen für dieses Modul 10 000 Euro zur Verfügung.

In beiden Bereichen sollten die Projekte im Jahr 2021 zur Umsetzung kommen. Es wird darauf hingewiesen, dass die in diesen Modulen förderfähigen Projekte nur vorbehaltlich der zur Verfügungstellung der notwendigen Zuschussmittel beschlossen werden können.

200 000 Euro für Kleinprojekte

Daneben hat die „Leader“-Aktionsgruppe seit 2019 die Möglichkeit, mit dem Förderinstrument Regionalbudget für Kleinprojekte auch kleinere Vorhaben zu fördern. So können sich unter anderem. Vereine, Privatpersonen, Kleinstunternehmen und Kommunen mit Projekten bis 20 000 Euro Nettokosten um einen Zuschuss von 80 Prozent bewerben. Die „Leader“-Aktionsgruppe möchte mit dem Regionalbudget insbesondere Projekte fördern, die die Grund- und Nahversorgung, die Dorfentwicklung und das ehrenamtliche Engagement widerspiegeln. Diese Kleinprojekte sollen die Lebensqualität vor Ort verbessern, eine stärkere Identifikation und Heimatverbundenheit erzeugen und so die Region Badisch-Franken noch lebenswerter gestalten. Dabei sind Neuanschaffungen und kleine bauliche Maßnahmen möglich. Ersatzbeschaffungen, Sanierungsmaßnahmen und Reparaturen sind nicht förderfähig. Das Projekt muss innerhalb des Budgetjahres 2021 zur Umsetzung kommen. Im Neckar-Odenwald-Kreis deckt sich das Gebiet in etwa mit dem Altkreis Buchen. Anträge können aus den Gemeinden zwischen Mudau, Hardheim, Adelsheim und Ravenstein kommen.

Kontakt mit der Geschäftsstelle

Zur Prüfung der grundsätzlichen Förderfähigkeit sowie Information und Antragseinreichung ist ein beratendes Erstgespräch mit dem Regionalmanagement zu führen. Interessierten Projektträgern wird empfohlen, sich mit der „Leader“-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen. Detaillierte Informationen erteilt die Geschäftsstelle in der Oberen Vorstadtstraße 19 in 74731 Walldürn, Telefon 06281/5212-1397 und -1398.

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