Neckar-Odenwald

Positive Entwicklung der Infektionszahlen Minister Peter Hauk: „In den Sommerferien werden Zeltlager und Ferienprogramme wieder möglich sein“

„Mit der Situation pflichtbewusst und vorbildlich umgehen“

Neckar-Odenwald-Kreis.Das Angebot von Ferienprogrammen wurde in den vergangenen Jahren immer vielfältiger. Ob Tagesausflug oder organisierte Sommercamps, bei Kinder erwecken die Angebote große Freude und bieten eine Abwechslung auch in den Ferien. „Lange Zeit waren Kinder durch die Corona-Pandemie zu Hause. Ein Alltag ohne Schule und Freunde war nicht nur für Kinder eine ungewohnte Situation, sondern auch für Eltern eine große Herausforderung. Jetzt gibt es für Jugendliche eine Perspektive für Freizeitprogramme in den Sommerferien“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk am Freitag in Mosbach.

Die entsprechende Verordnung für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit wurde am Freitag verkündet. Gemeinsam hatte das Sozialministerium mit Vertretern der kommunalen Landesverbände, der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des Landesjugendamts eingerichtete Arbeitsgruppe hatte in den vergangenen Wochen intensiv an einer Strategie für die schrittweise Wiederzulassung gearbeitet.

„Die positive Entwicklung der Infektionszahlen in den letzten Wochen sind Grundlage, dass wir den Vereinen und Verbänden eine deutlich verbesserte Perspektive bei der Durchführung von Ferienfreizeitprogrammen bieten können. Die neue Verordnung ist ein guter Kompromiss, um den Gesundheitsschutz für alle Beteiligten sicherzustellen, ohne dass Spiel und Spaß dabei auf der Strecke bleiben“, sagte Hauk. Dennoch mahnt Hauk auch zur Vorsicht: „Das ist ein großzügiger Öffnungsschritt, es darf auf keinen Fall passieren, dass beispielsweise Zeltlager und Waldheime zu Infektionshotspots werden und dadurch gravierende Auswirkungen auf den Schul- und Kitabetrieb nach den Ferien haben. Ich hoffe, dass alle Beteiligten mit der Situation entsprechend pflichtbewusst und vorbildlich vorgehen“, so der Minister.

Konkret gelten ab dem 1. Juli, dass Ferienprogramme und Zeltlager mit bis zu 100 Teilnehmern wieder stattfinden dürfen. Ab dem 01. August soll die Teilnehmerzahl dann je nach Infektionsgeschehen sogar auf bis zu 500 Teilnehmer angehoben werden.

Bei Angeboten, an denen mehr als 100 Personen teilnehmen, sind aus den Teilnehmern feste Gruppen von bis zu 30 Personen zu bilden, in denen innerhalb der Gruppe die Abstandsempfehlung von 1,5 Meter nicht eingehalten werden muss. Zwischen den Gruppen wird der Mindestabstand empfohlen.

Bei Übernachtungen in Zelten kann für die Schlafenszeit von der Abstandsempfehlung abgewichen werden. Durch geeignete Vorkehrungen wie beispielsweise den Einsatz eigener Zelte der Teilnehmer oder die Bereitstellung von zusätzlichen Zelten soll eine massenhafte Belegung möglichst reduziert werden.

Eine Selbstversorgung ist bei Angeboten mit Übernachtung in Zelten möglich. Die allgemeinen Hygienevorschriften bei der Zubereitung und der Ausgabe von Speisen und Getränken sind zu beachten. Bei Ausflügen ist eine Maske zu tragen.

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