Neckar-Odenwald

Videokonferenz der Jungen Union Aktuelle Themen in Zeiten der Corona-Pandemie standen auf der Tagesordnung

„Krankenhäuser finanziell unterstützen“

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.„Wir sind auch in Krisenzeiten nicht von der Außenwelt abgeschnitten und halten unseren engen Austausch auch in Zeiten von Corona aufrecht“, freute sich der Kreisvorsitzende der Jungen Union Dominik Kircher über die rege Diskussion zur aktuellen Lage per Videokonferenz. Breiten Raum zur Diskussion nahmen dabei die dezentralen Strukturen im Gesundheitswesen, die Schulschließungen und weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen ein. „Die Krise zeigt, wie wichtig eine dezentrale Krankenhausstruktur im ländlichen Raum ist. Mit den beiden Standorten der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen und Mosbach sowie dem Krankenhaus in Hardheim ist man im Neckar-Odenwald-Kreis bestens aufgestellt. Wir sind im Notfall gut versorgt und das ist ein großer Verdienst aller dort Beschäftigten“, so die Kreisvorstandsmitglieder.

Des Weiteren sprechen sich die Mitglieder der Jungen Union für eine Unterstützung der Krankenhäuser seitens des Bundes aus. „Die Ausfälle und Kostenmehraufwände dürfen jetzt nicht an den kleinen Krankenhäusern hängen bleiben, sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, die auch in Zukunft eine dezentrale Krankenhausversorgung für alle Bevölkerungsgruppen ermöglichen wird“, so die Beteiligten.

Einen besonders wertvollen Dienst leisten dieser Tage auch die Ehrenamtlichen beim DRK oder Freiwillige, die in Quarantäne befindliche oder ältere Menschen bei Alltagsbesorgungen unterstützen. „Wir als politische Organisation müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass es nicht nur bei dem ‚Dankeschön‘ bleibt, sondern dass durch den ehrenamtlichen Einsatz, keinem ein finanzieller Nachteil entsteht“, so Fabian Berger. Zu der außergewöhnlichen Situation der Schulschließungen und zu den anstehenden Prüfungen konnten Carina Epp und Tobias Münch ihre Eindrücke aus nächster Erfahrung berichten.

„Nervenaufreibend“

„Eigentlich wären wir jetzt mitten in den Prüfungen, nun sind sie um einen Monat nach hinten verschoben. Das ist natürlich nervenaufreibend, aber ich denke, niemand muss jetzt in Angst verfallen. Es liegt jetzt daran, die Zeit für die Prüfungsvorbereitung eigenverantwortlich gut zu nutzen. „Den Schülern wird aus der Krise kein Nachteil entstehen.“ Dieser Satz der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann macht uns Mut. Wir müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass man aus der Krise lernt und auch in Zukunft digitale Mittel den Schulunterricht bereichern können“, so Münch.

Ähnlich sieht das Carina Epp, die im nächsten Jahr ihr Abitur absolvieren wird: „Zu Beginn der Krise war alles noch chaotisch und für alle eine ungewohnte Situation. Es hat sich aber deutlich gebessert und klappt mittlerweile sehr gut. Wir bekommen Aufgaben über Moodle oder via E-Mail und können uns bei Fragen an den jeweiligen Lehrer wenden. Ich bin gespannt auf die kommende Schulöffnung, denn einen ‘normalen Unterricht’ kann ich mir aktuell nicht vorstellen“, so Carina Epp.

Abschließend freute sich der Kreisvorsitzende Dominik Kircher über die vielfältige Diskussion. Sie zeige, welch ein Gewinn es ist, wenn ein politisches Gremium viele Interessensgruppen enthält. So könne die Situation vielseitig betrachtet werden und der eigene Blick wird geweitet. Die Arbeit als größte politische Jugendorganisation werde man fortsetzen, so lange wie nötig auch online. „Wir fordern, dass es zu keinem Überbietungswettbewerb bei den Lockerungen kommt, sondern dass alles sorgfältig abgewogen wird. Die Gesundheit muss trotz aller wirtschaftlichen Folgen, die es bestmöglich zu kompensieren gilt, an erster Stelle stehen“, so der Vorsitzende Kircher.

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