Neckar-Odenwald

Kreislaufwirtschaft Neckar-Odenwald Früchte sinnvoll nutzen

Fallobst nicht an Grüngutplätzen entsorgen

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Ab dem Spätsommer stellt sich für viele Gartenbesitzer die Frage: „Wohin mit dem Fallobst“. Es ist nach Auskunft von Martin Hahn, Pressesprecher der Kreislaufwirtschaft Neckar-Odenwald (KWiN), kein Bestandteil der Grüngutverwertung und darf somit nicht an Grüngutplätzen oder Grüngutabgabestellen entsorgt werden.

Verschiedene Möglichkeiten

„Große Mengen Fallobst können das Grüngut vermatschen, Ungezieferprobleme verursachen und im Extremfall eine Ablehnung des Verwerters bewirken“, so Hahn. Einzelnes Obst an Ästen oder Baumschnitt sei unproblematisch: „Auch hier macht es die Menge“.

Ist durch zu große Mengen ein vollständiger Verzehr nicht möglich, empfiehlt die KWiN verschiedene Möglichkeiten einer sinnvollen Nutzung: „Auch wenn die jetzt herabfallenden Früchte eventuell nicht sehr süß sind, kann man sie doch einkochen oder einlegen.“ Ortsnahe Landwirte, Förster oder auch Tierparks könnten eventuell Fallobst verfüttern. Zudem komme als weitere Nutzungsmöglichkeit das Entsaften oder die Abgabe an Mostereien oder Lagerhäuser der Genossenschaften infrage.

Kleinere Mengen Obst können gemischt mit anderen Gartenabfällen und Erde zur Auflockerung auch auf dem Kompost landen. Abgefallene Früchte können auch gezielt vergraben werden, so dass es im Erdreich verrottet und Nährstoffe an den Boden abgibt. „Natürlich kann Fallobst auch einfach liegengelassen werden“, sagt Hahn. „Viele nützliche Insekten wie zum Beispiel Schmetterlinge nutzen das heruntergefallene Obst als Nahrung.“ Diese Methode sei allerdings bei Zierrasenflächen nicht zu empfehlen.

Im Gebiet des Pilotprojekts restmüllarme Abfallwirtschaft kann Fallobst über die Bioenergietonne entsorgt werden. Fragen beantwortet das KWiN-Beratungsteam, Telefon 06281/90613.

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