Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kliniken Mai-Verlust lag bei 577 795 Euro / Zielmarke erneut unterschritten / Verlust von maximal 4,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr festgesetzt

Erreichung des angestrebten Ziels „durchaus als realistisch“ eingestuft

Neckar-Odenwald-Kreis.Der Kreistag hat hat im Januar mit großer Mehrheit die Erwartung formuliert, dass für das erste Halbjahr 2020 bei den Neckar-Odenwald-Kliniken ein prüfbares Betriebsergebnis mit einem Verlust von maximal 4,5 Millionen Euro anfallen darf. „Auf der Basis der derzeit vorliegenden Erkenntnisse erscheint eine Erreichung des angestrebten Ziels aber durchaus als realistisch“ so die Landkreisverwaltung in der Vorlage für die nächste Kreistagssitzung am 6. Juli in Dallau. Als Zielvorgabe für das gesamte Jahr 2020 bleibt ein Verlust von maximal 7,7 Millionen Euro bestehen.

Mittlerweile liegt das Monatsergebnis per 31. Mai vor. Demnach schließt der Mai mit einem Verlust in Höhe von 577 795 Euro (saldiert zwischen Kliniken gGmbH und Service GmbH) ab. Intern geplant waren 675 000 Euro. „Damit ist es gelungen, die Zielmarke erneut zu unterschreiten“ so die Landkreisverwaltung. Das sei umso bemerkenswerter, als die Service-GmbH mit fast 75 000 Euro Verlust zu diesem Ergebnis beitrage. Dort schlage sich seit März nämlich insbesondere die Schließung der DHBW-Mensa deutlich negativ im Ergebnis nieder.

Insgesamt ist in den ersten fünf Monaten (1. Januar bis 31. Mai) ein kumulierter operativer Verlust von 3 870 118 Euro aufgelaufen. Das Ergebnis liegt somit sogar leicht besser als die interne Planung (minus 3 875 000 Euro) und ist zudem nach Einschätzung der Klinikgeschäftsführung bewusst konservativ bewertet. So sei insbesondere der zu erwartende anteilige Sicherstellungszuschlag für den Standort Buchen (400 000 Euro) noch gar nicht eingepreist.

Die Geburtszahlen in Buchen sind im Vergleich zum Vorjahr (Vergleichsstichtag: 21. Juni) von 220 (2019) auf jetzt 288 deutlich angestiegen – auch darauf verweist die Kreistagsvorlage. Das entspreche einer prozentualen Steigerung um mehr als 30 Prozent. Speziell im Zeitraum zwischen dem 20. April (Umzugstag) und dem 21. Juni seien in Buchen 130 Entbindungen durchgeführt worden. Im Vergleichszeitraum 2019 seien es hingegen nur 84 gewesen. „Das ist sogar eine Zunahme um fast 55 Prozent. Die Fallzahlenentwicklung weist somit eine deutlich positive Tendenz auf“, erklärt die Landkreisverwaltung. red

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