Neckar-Odenwald

Corona-Soforthilfen Unterstützung für Kulturschaffende, Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige

Einmaliger Zuschuss möglich

Neckar-Odenwald-Kreis.„Die Landesregierung greift Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen je nach Zahl der Mitarbeiter mit Beträgen zwischen 9000 Euro und 30000 Euro unter die Arme“, berichtet der Grünen-Abgeordnete Manfred Kern. Dazu zählten auch freie Künstler, Kulturschaffende sowie die kleinen und kleinsten Unternehmen aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich. Das Kabinett habe die Hilfe am Sonntagabend freigegeben, die genauen Konditionen seien jetzt geregelt.

Anträge können demnach ab sofort online bei den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern gestellt werden. Die L-Bank zahlt das Geld aus.

„Es ist uns wichtig, mit diesem Soforthilfeprogramm schnell, zielgerichtet und wirkungsvoll zu helfen“, betont Kern. Mit dem Geld solle den Unternehmen geholfen werden – auch denen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie den Angehörigen der Freien Berufe – die unmittelbar von der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffenen seien. Manfred Kern: „Wir wollen die wirtschaftliche Existenz der Betriebe und der Freischaffenden sichern und Liquiditätsengpässe kompensieren.“

Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten sollen laut Vorlage einmalig bis zu 9000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15 000 Euro, Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30 000 Euro bekommen können.

„Mir als kulturpolitischem Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion liegen Kulturschaffende und Künstler besonders am Herzen – insbesondere die kleinen Institutionen und freien Kulturschaffenden, die unsere Gesellschaft bereichern. Gerade sie haben in dieser Krise besonders zu kämpfen“, so Kern. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir sie nun mit der Soforthilfe unterstützen können“. Kulturschaffende finden auf der Internetseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst weitere Informationen zur Antragsstellung, so Kern

Massive Umsatzeinbußen

Der Abgeordnete betont, der grün-geführten Landesregierung sei die Ausnahmesituation der Solo-Selbstständigen, Kleinunternehmen und Kulturschaffenden bewusst: Es gebe Nachfrage- und Produktionsausfälle, Stornierungswellen, Honorarausfälle, massive Umsatzeinbußen und Gewinneinbrüche.

„Dies ist für zahlreiche Solo-Selbstständige, Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe existenzbedrohlich geworden.“ Deshalb schaffe Baden-Württemberg diese mit den Hilfsprogrammen des Bundes operativ verzahnte Förderung. Der jetzt vorliegende Programmentwurf für einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss solle der Liquiditätsüberbrückung zunächst für drei Monate dienen, so Kern.

Liquidität sichern

In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Krise könnten anschließend die Liquidität und Existenz der Unternehmen und der Angehörigen der Freien Berufe durch eine Zuwendung mit Rückzahlungsvorbehalt langfristig gesichert werden.

Weitere allgemeine Informationen zur aktuellen Corona-Verordnung: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Spezielle Informationen für Kulturschaffende gibt es unter https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/kunst-kultur/kultursparten/unterstuetzung-kulturbetriebe-coronavirus/ im Internet.

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