Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kliniken Gemeinsamer Fragenkatalog der Fraktionen, CDU, SPD, Freie Wähler, Grüne und AFD im Gemeinderat Mosbach

Den Struktur- und Maßnahmenplan hinterfragt

Neckar-Odenwald-Kreis.Die für die Neckar-Odenwald-Kliniken geplanten Umstrukturierungen der medizinischen Fachabteilungen sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen und finanziellen Effekte werfen bei den Fraktionen von CDU, SPD, Freien Wählern, Grünen und AFD im Gemeinderat Mosbach ebenso Fragen auf wie die Maßnahmen zur kurzfristigen Ergebnisverbesserung im Jahr 2020. Daran hätten auch die Erläuterungen in der letzten Sitzung des Kreistages nichts geändert. „Vielmehr bleiben viele offene Fragen, die wir im Sinne einer größtmöglichen Transparenz geklärt haben möchten, um auf einer soliden Basis die weitere Meinungsbildung in Stadt und Landkreis voranbringen zu können“, heißt es in einem gemeinsamen Fragenkatalog, der an Landrat Dr. Achim Brötel gesandt wurde.

Das Strukturkonzept sehe die Konzentration der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Allgemeinchirurgie am Standort Buchen vor. Die Unfallchirurgie/Orthopädie/Wirbelsäulenchirurgie sowie die Akutgeriatrie/Geriatrische Rehabilitation würden am Standort Mosbach konzentriert. Unterm Strich ergebe sich eine Nettoverbesserung des Ergebnisses von 140 000 Euro pro Jahr. „Rechtfertigt dieser im Vergleich zum Gesamtverlust 2019 (12 Millionen Euro) geringe Beitrag zur Ergebnisverbesserung derart einschneidende strukturelle Maßnahmen?“, fragen beispielsweise die Fraktionen.

Die kalkulierten Kosteneinsparungen seien bis dato nicht detailliert dargestellt worden. Deshalb wollen die Fraktionen wissen, wiesich diese zusammen setzen und ob auch Kostensteigerungen zu erwarten seien, wie durch Umzugskosten oder auch erhöhte Abschreibungen durch bisher nicht bezifferte Investitionen? Auch welche Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung die Schließung der Allgemeinchirurgie in Mosbach hat, interessiert die Mosbacher Gemeinderatsmitglieder.

Neben vielen weiteren Fragen zum Strukturkonzept gehen die Fraktionen auch auf den Maßnahmenplan 2020 ein. Ziel für das erste Halbjahr sei es, den Verlust auf 4,5 Millionen Euro zu begrenzen. Dies entspreche einem monatlichen Verlust von Januar bis Juni von 750 000 Euro. In den Monaten November und Dezember betrugen die monatlichen Verluste aber je rund 1 150 000 Euro. Ziel sei es also, eine monatliche Verbesserung von rund 400 000 Euro (35 Prozent) zu erreichen. „Welche konkret in Euro bezifferten Einzelmaßnahmen sollen helfen, dieses Ziel zu erreichen?“, wird der Landrat gefragt.

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