Neckar-Odenwald

Klausurtagung Bei Videoschalte war Transversale ein Thema

CDU sieht die Umsetzung heute als unrealistisch an

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Bei der Klausurtagung der Kreistagsfraktion der CDU ging es auch um das Thema „Transversale“. Eine Infrastrukturmaßnahme, die zeitlich schon vor 15 Jahren konzeptionell und planerisch angegangen worden ist, sei die K 3972, besser bekannt als Transversale, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Rippberger.

Dabei zeichnet sich eine Kostensteigerung im Vergleich zur ersten Kostenschätzung ab, die vom Kreis auch aufgrund der oben genannten Aufgabenstellungen sicherlich nicht zu stemmen sein wird, berichtete Rippberger weiter. Ursprünglich hätten 13,7 Millionen Euro für Planung und Bau zur Debatte gestanden. „Die letzte Kostenschätzung beläuft sich auf 54,5 Millionen Euro“, so der Fraktionsvorsitzende. „Preissteigerungen, die in kommenden Jahren bis zu einem möglichen ersten Spatenstich noch zu erwarten sind, sind dabei natürlich noch nicht eingerechnet.“

Unrealistisch

So schön die Absicht auch gewesen sei, eine schnelle ortsdurchfahrtfreie Verbindung vom Mittelzentrum Buchen bis zum Autobahnanschluss Osterburken zu schaffen, so unrealistisch sei die Umsetzung heute. Das hänge mit den gestiegenen Umweltauflagen, die Natur- und Artenschutz verlangen, aber auch mit den Erfahrungen, die beim Bau des Eckenbergtunnels und des Brückenanschlusses mit dem schwierigen geologischen Untergrund gemacht wurden, zusammen.

Kostensteigerungspotenzial ohne Ende, aber ohne Finanzierungsmöglichkeit des Kreises. Die Betroffenheit der Fraktionskollegen war in der Frage naturgemäß sehr unterschiedlich ausgeprägt. Doch insgesamt war man sich einig, dass der Kreis eine solche Baumaßnahme mit diesen nicht absehbaren Risiken nicht auf sich nehmen könne, so der Fraktionsvorsitzende.

„Lieber ein Ende mit Schrecken aber bisher überschaubaren Planungskosten als ein finanzieller Schrecken ohne Ende für den gesamten Landkreis und seine Bevölkerung“, so die Bilanz von Dr. Rippberger.

Angesichts der immensen Aufgabenstellungen, denen sich der Kreis und damit auch der Kreistag jetzt schon gegenübersehe, ziehe man besser jetzt als zu spät einen Schlussstrich unter ein verkehrlich wünschenswertes, aber finanziell nicht zu stemmendes Infrastrukturprojekt.

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