Neckar-Odenwald

Bundesweiter Aktionstag Risiken von Glücksspiel im Blick

Bevölkerung sensibilisieren

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Zum bundesweiten Aktionstag Glücksspielsucht am 25. September weist die Suchtkoordinatorin des Neckar-Odenwald-Kreises, Angelika Bronner-Blatz, auf die mit Glücksspielen verbundenen Risiken hin. In Deutschland zeigt knapp 0,6 Prozent der 16- bis 70-jährigen Bevölkerung ein problematisches Glücksspielverhalten, der Vorstufe zu einem krankhaften Spielverhalten.

„Rein statistisch gesehen müssen wir in unserem Kreis schon mit gut 600 Personen rechnen, die ein problematisches Spielverhalten zeigen. Hinzu kommen die tatsächlich süchtigen Menschen. Und nicht eingerechnet sind dabei die Angehörigen, die ja immer mitbetroffen sind“, so Bronner-Blatz.

Gravierende Folgen

Glücksspielprobleme sind weniger auffällig für die Außenwelt als andere Substanzgebrauchsstörungen, da körperliche Hinweise wie zum Beispiel ein häufiger Geruch nach Alkohol fehlen, erklärt Bronner-Blatz weiter. Die Folgen des pathologischen Glücksspielverhaltens können jedoch gravierend sein. Sie reichen von familiären Problemen bis hin zur völligen Überschuldung.

„Es ist mir ein Anliegen, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren“, so Bronner-Blatz. Viele Angehörige, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen seien mit der Situation eines glücksspielsüchtigen Menschen verständlicherweise überfordert. „Kontaktieren Sie uns, Ihnen steht Hilfe zu“, fordert deshalb die Suchtkoordinatorin Betroffene und Angehörige auf.

Angelika Bronner-Blatz ist im Landratsamt in Mosbach unter Telefon 06261/842283, E-Mail: Suchtkoordinatorin@neckar-odenwald-kreis.de erreichbar. Ein weiterer Ansprechpartner ist die Fachstelle Sucht, Friedrich-Ebert-Straße 1, in Mosbach, Telefon 06261/643860, E-Mail: fs-mosbach@bw-lv.de

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