Neckar-Odenwald

DHBW Mosbach Campus soll an Innenstadt angebunden werden

Ausbildungsverträge stark rückläufig

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Im Mittelpunkt eines Informationsaustausches zwischen dem Mosbacher Bürgermeister Michael Keilbach sowie Dr. Axel Nitschke, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, und IHK-Geschäftsführer Dr. Andreas Hildenbrand stand die Entwicklung der DHBW Mosbach.

Junge Menschen, die sich eher für eine akademische Ausbildung begeistern, können nach ihrem Abitur hier weiterhin leben und zusätzlich studieren.

Das kommt nicht nur Unternehmen im Neckar-Odenwald-Kreis zugute, sondern stärkt auch die Region Mosbach, so der gemeinsame Tenor.

„Ministerin Theresia Bauer hat uns wiederholt versichert, dass die DHBW auch ins Obertorzentrum einziehen soll und wird. Darauf freuen wir uns als Stadt“, so Keilbach. Nitschke und Hildenbrand betonten die Bedeutung der DHBW Mosbach für den Neckar-Odenwald-Kreis als Wirtschaftsstandort. „Eine Anbindung des Campus über das Obertorzentrum an die Mosbacher Innenstadt sichert dort Beschäftigung und Einkommen auch in Handel, Gastronomie und bei den Dienstleistern“, so Nitschke. „Das ist eine Chance für die Innenstadt und stärkt auch die duale Ausbildung in diesen Branchen vor Ort.“

Erste Spuren von Corona

Im Bereich der dualen Ausbildung hinterlässt die Corona-Pandemie bereits die ersten Spuren. „Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge bislang stark rückläufig“, so Hildenbrand. „Betroffen sind vor allem die kaufmännischen Berufe, insbesondere in der Gastronomie und auch im Handel. Aus wirtschaftlichen Gründen werden manche Betriebe ohne Unterstützung nicht ausbilden.“

„Bund und Land sind hier gefragt“, sind sich Keilbach, Nitschke und Hildenbrand einig. Das vom Bund angekündigte Förderprogramm sieht eine Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen vor: Sofern sie ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, sollen sie für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2000 Euro erhalten. Bei einer Aufstockung der Ausbildungsplätze 2020 winken sogar 3000 Euro.

Ausbau des Glasfasernetzes

Es wurde auch über den Fortschritt beim Ausbau des Glasfasernetzes gesprochen. Keilbach berichtete vom Schulterschluss zwischen der Stadt Mosbach, den anderen Städten und Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises, der Kreisverwaltung und der Breitbandversorgung Deutschland (BBV).

In der nächsten Gemeinderatssitzung werde die BBV zum Thema informieren. Außerdem werde der Gemeinderat über Mosbacher Corona-Unterstützung beraten und abstimmen.

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