Neckar-Odenwald

Jugendschutz Fachdienst Jugendhilfe strebt Vereinbarungen an

Angebote sorgenfrei nutzen

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Vereine stellen wichtige Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Damit Eltern ihre Kinder dort in guten Händen wissen und diese sorgenfrei Vereinsangebote nutzen können, dafür sorgt auch der Jugendschutz, der in der Zuständigkeit des Fachdienstes Jugendhilfe des Landratsamtes liegt.

Vereine dürfen beispielsweise keine einschlägig vorbestraften Trainer und Jugendleiter beschäftigen, so regelt es das Achte Sozialbesetzbuch. Alle Vereine im Kreisgebiet wurden daher angeschrieben und angefragt, ob sie Jugendarbeit betreiben. Wenn sie dies tun, muss der Landkreis mit den Vereinen eine Vereinbarung treffen, die den Kinder- und Jugendschutz zum Ziel hat und sicherstellt, dass eben keine einschlägig vorbestraften Übungsleiter, Jugendgruppenleiter, Trainer oder Ferienlagerbetreuer in qualifizierten Kontakt zu Kindern und Jugendlichen kommen.

Vertrauensverhältnis

Ein qualifizierter Kontakt besteht unter anderem dann, wenn über die Dauer und Intensität ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Ehrenamtlichem und den Jugendlichen entstehen kann.

Verhindert werden soll dies durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Einschlägige Delikte sind zum Beispiel die Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht, exhibitionistische Handlungen, Missbrauch, Erregung öffentlichen Ärgernisses oder die Misshandlung von Schutzbefohlenen. Die Einsichtnahme in das Führungszeugnis ist vom Vorstand eines Vereins zu dokumentieren, kann aber im Einzelfall auch vom Landratsamt durchgeführt werden.

Das Jugendamt hat dabei die Aufgabe, die Umsetzung des Schutzauftrags durch Vereinbarungen mit den Vereinen sicherzustellen. In einem ersten Anschreiben an die Vereine gab es eine Antwortquote von circa 30 Prozent. Seit einiger Zeit werden nun seitens der Präventionsstelle des Fachdienstes Jugendhilfe die Vereine erneut angeschrieben, um sie für das Thema zu sensibilisieren und, um entsprechende Vereinbarungen mit dem Landkreis abzuschließen. Ziel ist außerdem, dass die Vereine bei Trainerwechseln und Fortbildungen für Jugendgruppenleiter den Jugendschutz verlässlich berücksichtigen.

Ansprechpartner für die Prävention in der Jugendhilfe ist Hans-Detlef Ott, Telefon 06261/842094, E-Mail: hans.ott@neckar-odenwald-kreis.de. Er berät in allen relevanten Fragen und kann konkrete Unterstützung bei der Umsetzung in den Vereinen geben. Auf Jahreshauptversammlungen von Vereinen und Verbänden informiert er derzeit Aktive in der Jugendarbeit.

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