Neckar-Odenwald

ELR-Programmentscheidung 2020 Minister Peter Hauk: „Mit 90 Millionen Euro ist die Förderung im Jubiläumsjahr ein sehr starkes Zeichen für unseren Ländlichen Raum“

3 748 360 Euro fließen in den Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis.„Insgesamt können wir dieses Jahr 1538 Projekte in 487 Gemeinden fördern. Mit der Fördersumme von 90 Millionen Euro wird landesweit ein Investitionsvolumen von knapp 729 Millionen Euro initiiert. Damit hat sich das mit ELR-Mitteln angestoßene Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 109 Millionen Euro erhöht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag anlässlich der Bekanntgabe der ELR-Programmentscheidung 2020 in Stuttgart.

„Seit mittlerweile 25 Jahren ist das ELR in Baden-Württemberg das wichtigste Strukturentwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum. Dass dieses silberne Jubiläum gefeiert werden kann, liegt am durchdachten Fundament des Programms: Zum einen greift die integrierte Strukturförderung mit den vier Förderschwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen die Anforderungen einer landesweiten Regionalförderung auf kommunaler Basis optimal auf. Zudem war das Programm von Anfang an flexibel genug aufgestellt, um auf strukturelle Entwicklungen passend reagieren zu können. So wurden in den letzten 25 Jahren 26 163 vielfältige Projekte von Privatpersonen, Unternehmern und Gemeinden gefördert. Mit den 1,6 Milliarden Euro an ausbezahlten Fördermitteln wurde im Ländlichen Raum ein Investitionsvolumen von 12,6 Milliarden Euro angestoßen. Die in Baden-Württemberg weitgehend dezentrale Siedlungsstruktur mit einem wirtschaftlich starken Ländlichen Raum ist auch ein Verdienst des ELR. Auf diese Bilanz bin ich stolz. Besonders wenn ich sehe, welch tolle Projekte mit Hilfe der Förderung umgesetzt werden konnten“, so der Minister.

68 Projekte

Im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum gehen im Jahr 2020 Zuschüsse von insgesamt 3 748 360 Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis. Mit 68 geförderten Projekten wird ein Investitionsvolumen von 25 566 685 Euro angestoßen. „Im Zuge der Programmentscheidung 2020 haben wir im Jubiläumsjahr 487 Gemeinden ausgewählt. Die aufgenommenen Projekte werden sehr unterschiedliche, wichtige Impulse für die strukturelle Entwicklung unseres Ländlichen Raums setzen“, sagte Minister Hauk. „Mit der bisher höchsten ELR-Programmentscheidung in der 25-jährigen Geschichte des ELR ist es uns gelungen, die Fördermittel noch einmal um knapp 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die diesjährige Programmentscheidung umfasst gut 90 Millionen Euro“, betonte Hauk.

Mit der neuen Sonderlinie Dorfgasthäuser/Grundversorgung will die Landesregierung die Struktur der Dorfgaststätten stärken. Durch die gewandelte Nachfrage und die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen, mussten in den vergangenen Jahren viele Dorfgaststätten schließen. Gastronomische Projekte sollen im Rahmen dieser Sonderlinie bei dieser Programmentscheidung ebenso berücksichtigt werden wie Projekte zur Grundversorgung. In der Programmentscheidung 2020 konnten über fünf Millionen Euro für gastronomische Projekte eingeplant werden. Auch bei den kommenden Programmentscheidungen werden Dorfgasthöfe gezielt mit dieser Sonderlinie unterstützt. „Für die nächste Entscheidungsrunde im Juni 2020 setzen wir auf zahlreiche Anträge für innovative Konzepte, die dazu beitragen, der dörflichen Gastronomie neuen Schwung zu geben“, so Hauk.

Allgemeine Grundversorgung

Auch im Bereich der allgemeinen Grundversorgung zeige sich ein zunehmender Förderbedarf. „Deshalb ist es mir wichtig, die Grundversorgung in voller Breite zu unterstützen. Der Erhalt wohnortnaher Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen mit alltäglichem Charakter ist mir ein zentrales Anliegen“, betonte Peter Hauk. „Bäcker und Metzger, aber auch Schreiner, Friseure und Ärzte übernehmen wichtige Aufgaben der ländlichen Grundversorgung. Mit der Programmentscheidung 2020 fließen 9,3 Millionen Euro in die Förderung der Grundversorgung, das Investitionsvolumen beträgt knapp 52 Millionen Euro.

Wohnen und Holzbau

Seit Gründung des ELR spielt die Innenentwicklung eine wesentliche Rolle. Um innerörtliche Lagen zu stärken und dem auch im ländlichen Raum bestehenden Mangel an Wohnraum entgegen zu wirken, fließen auch 2020 wieder mehr als 50 Prozent der vorhandenen Mittel in den Förderschwerpunkt Wohnen. „Hier zählt nicht nur die Quantität, auch der ökologische Aspekt des Bauens darf nicht zu kurz kommen. Mit dem Förderzuschlag bei der Verwendung von Holz, möchten wir diesen vielseitigen, flexiblen und durch die CO2-Speicherung äußerst nachhaltigen Baustoff unterstützen. Dass nach 20 Prozent im Vorjahr nun 30 Prozent der geförderten Projekte diesen Förderbonus erhalten, zeigt, dass dieser traditionelle und zugleich zukunftsweisende Baustoff bei den Bürgern eine hohe Akzeptanz genieße“, betonte Hauk.

Schwerpunktgemeinden

Gemeinden, die unter Beteiligung ihrer Bürger einen besonderen Entwicklungsbedarf nachweisen und zudem ein klares Zukunftskonzept vorlegen, können darüber hinaus für bis zu fünf Jahre als Schwerpunktgemeinde in das ELR aufgenommen werden. „In den meisten der derzeit 41 Schwerpunktgemeinden ist viel Schwung in die Gemeindeentwicklung gekommen, viele nachhaltige Projekte sind in der Umsetzung“, so der Minister.

Unter den geförderten Projekten ist eines in Adelsheim mit einem Zuschuss von 40 000 Euro (das angestoßene Investitionsvolumen beträgt 200 855 Euro), drei in Buchen (178 750/1 426 042), eines in Hardheim (20 000/195 002), eines in Höpfingen (97 160/289 087), drein in Limbach (72 210/615 227), vier in Mudau (76 920/1 450 053), eines in Osterburken (34 800/232 000), zwei in Ravenstein (45 000/863 045), drei in Rosenberg (132 945/631/916), sechs in Schefflenz (291 215/1 304 836) und drei in Walldürn (77 700/293 156).

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