Mudau

Flächenverbrauch reduzieren Im Ort bauen und so die grüne Wiese schonen

Wohnkonzept Mudau wird mit 25 000 Euro gefördert

Mudau.Flächenverbrauch reduzieren und Ortskerne attraktiver machen: Diese Ziele verfolgt die Landesregierung bei ihrer Strategie zum innerörtlichen Städtebau.

Der Landtagsabgeordnete Manfred Kern freut sich, dass die Gemeinde Mudau beim Förderprogramm zur Innenentwicklung gleich doppelt zum Zuge kommt: „Mudau erhält 10 115 Euro für das Projekt ‚Innen gewinnen‘ und 14 875 Euro für das Projekt ‚I³ – Intelligente Innenentwicklung Inklusive‘“, teilt Kern mit.

„Wohnraum ist nahezu überall ein knappes Gut. Bei der Innenentwicklung von Städten und Gemeinden soll bezahlbarer Wohnraum in erster Linie durch bereits vorhandene Flächen gedeckt werden. Es geht darum, innovative Ideen zu entwickeln und die vorhandenen Flächenpotenziale besser zu nutzen“, sagt der Grüne Betreuungsabgeordnete für den Neckar-Odenwald-Kreis.

Insgesamt 1,02 Millionen Euro

Insgesamt schüttet das Land 2020 rund 1,02 Millionen Euro für 33 Projekte im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ aus. Gefördert werden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums insbesondere Pilotansätze, die Innenentwicklung, Städtebau und Bürgerbeteiligung miteinander kombinieren. „In Zeiten des Wohnraummangels sind mutige Strategien und neue Ansätze für mehr bezahlbare Wohnungen gefragt. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen – von der Landesregierung über kleine und große Kommunen bis zu engagierten Bürgern.

Hier greift das Landesprogramm, das innovative Ideen zur Optimierung von ungenutztem Wohnraum in Ortskernen fördert. Etwa dort, wo Flächen brachliegen, wo es noch Platz zwischen einzelnen Häusern gibt oder wo Gebäude gut in die Höhe ausgebaut werden können“, so Kern. Und weiter: „Unsere Grundsätze lauten ‚innen vor außen‘ und ‚Geschosswohnungen statt Flächenverbrauch‘. Klar ist: Gegen Wohnungsknappheit gibt es keine einfache Patentlösung – aber allerorts kluge Ideen.“

Austausch gestalten

Wichtig sei daher, den Austausch zwischen Städten und Gemeinden zu gestalten und sinnvolle Vorschläge zu unterstützen – für neue Wohnungen, lebendige Ortskerne mit aktivem und erfolgreichem Gewerbe, guter Nahversorgung, Verkehrsanbindung und Raum für Begegnungen.

Mudau hat sich beim Wirtschaftsministerium für die Ortsteile Mudau und Donebach um eine Förderung beworben. Es geht dabei um die Frage, wie man die innerörtliche Entwicklung im Ortskern von Mudau und Donebach vorantreiben kann.

Die Untersuchung wird unter anderem Leerstände ermitteln, deren Ursachen hinterfragen, strukturelle bauliche Mängel an Gebäuden und der öffentlichen Erschließung beschreiben und dann Vorschläge entwickeln, wie die Gemeinde gemeinsam mit den betroffenen Eigentümern die Mißstände beheben kann.

Das Konzept soll dabei am Beispiel ausgewählter Flächen, wo zum Beispiel leerstehende Gebäude sind, in Form von Plänen darstellen, wie – nach Abbruch von Gebäuden und Neuordnung der Grundstücksverhältnisse – die Flächen neu und besser als bisher genutzt werden können.

Die Gemeinde Mudau hat in beiden Ortschaften Neubaugebiete erschlossen, will aber die Ortskerne nicht vergessen und deshalb wollen Verwaltung und Gemeinderat diese Fragen nun mit der Förderung planerisch angehen.

Im Ortsteil Mudau geht es auch darum, ein neues Sanierungsgebiet vorzubereiten und ab 2022 auch die Fördermöglichkeiten nach der Städtebauförderung zu sichern, denn das jetzige Sanierungsgebiet „Vorstadt/Amorbacher Straße“ läuft im kommenden Jahr aus. Die Städtebauförderung in Mudau wird seit 1990 genutzt. Jetzt soll das vierte Sanierungsgebiet für Mudau auf den Weg gebraucht werden.