Mudau

Radtour mit Minister Peter Hauk Über Zustand der Waldwege, Sanierung von Wasserleitungen und Zusammenschlüssen von Sportvereinen informiert

Viel Interessantes auf 35 Kilometern erfahren

Archivartikel

Mudau.Im Rahmen seines Sommerprogramms hat der Minister für Ländlichen Raum und CDU-Landtagsabgeordnete Peter Hauk eine informative Radtour zwischen den Gemarkungen Mudau, Limbach und Fahrenbach angeboten. Ziel der Radtour war es, sich über aktuelle Themen austauschen zu können und Probleme anzusprechen.

Mit Rad und Wort von der Partie waren auch Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber sowie der Ortsvorsteher von Robern, Uwe Kohl. Die über 50 Teilnehmer starteten, nach einer kurzen Begrüßung von Peter Hauk und Dr. Norbert Rippberger, die knapp 35 Kilometer lange Radtour bei gutem Wetter am Rathaus in Mudau. Von Mudau über Scheidental und Laudenberg ging es mit dem Fahrrad nach Limbach und weiter über Krumbach, Robern und Wagenschwend zurück nach Mudau.

In Laudenberg erläuterte Bürgermeister Weber die Notwendigkeit, die in die Jahre gekommene Trinkwasserversorgung zu sanieren. Weber erhofft sich durch eine baldige Sanierung Einsparungen und die Vermeidung von lästigen Rohrbrüchen.

Beim nächsten Zwischenstopp erläuterte Forstminister Peter Hauk die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und welche Möglichkeiten es für den notwendigen Waldumbau gibt. „Nach drei Hitzejahren in Folge sind die Auswirkungen für den Wald massiv. Zunehmend macht die Trockenheit auch den Weißtannen und Eichen, die aufgrund ihrer tiefen Wurzeln bisher als Hoffnungsträger galten, zu schaffen. Neben den Nußbäumen, Esskastanien oder Eichen können etwa die Douglasie oder die Roteiche als Ergänzung des deutschen Waldes dienen“, erläuterte Hauk Möglichkeiten zum Waldumbau. Hauk bezifferte die Kosten auf Milliarden, die auf die Waldbesitzer in Baden-Württemberg in den nächsten 30 Jahren zukämen. Dies müsse die Gesellschaft unterstützen. „Wir wollen Wald und keine Savanne,“ sagte Hauk.

Beim nächsten Halt in Krumbach konnten die Radler die Verwendung von Mitteln des Entwicklungsprogrammes ländlicher Raum (ELR) betrachten. Das ehemalige Schulhaus wurde zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Um das Vereinsleben zu erhalten, haben sich die Sportvereine der Limbacher Ortsteile zusammengeschlossen, um etwa die Jugendarbeit oder die Vereinshäuser zu erhalten.

In Robern stellten Ortsvorsteher Uwe Kohl und Gemeinderat Gerhard Schumacher in Vertretung des in Urlaub befindlichen Bürgermeisters Jens Wittmann aktuelle Maßnahmen der Gemeinde Fahrenbach vor. „Unsere aktuell größte Herausforderung sind die Anforderungen für den regionalen Grünzug. Wir hätten Flächen für 22 Bauplätze, für die schon 14 Bewerber vorhanden sind. Leider müssen wir nach Paragraph 13b Baugesetzbuch ein Zielwertabweichungsverfahren durchführen, dass viel Zeit kosten wird. Die Bewerber müssen deshalb weiter auf ihren Bauplatz warten. Die Grünzüge sind zu nahe an den Dörfern. Wir würden uns freuen, wenn sie 100 bis 150 Meter von der Bebauung entfernt wären. Dies hätte dann viel weniger Einschränkungen für die Gemeinden bei der Bauplanung zur Folge“, erläuterte Ortsvorsteher Uwe Kohl. Zur Innerortsentwicklung in Fahrenbach sagte der Gemeinderat Gerhard Schumacher: „In dem kleinem Baugebiet wurde im Zuge der Weiterentwicklung ein landwirtschaftliches Wohnhaus abgerissen, die Scheune aber blieb erhalten. Diese wird zu einer Gemeinde-Scheune ausge-baut, und wird zukünftig die HVO Gruppe des roten Kreuzes, das historische Archiv des Heimatvereins und die Begegnungsstätte des Ortes enthalten. “

Bezüglich moderner Mobilität auf dem Land erläuterte Bürgermeister Dr. Rippberger den notwendigen Ausbau des Radwegs von Mudau nach Eberbach. „Die Verbesserung der Radwege ist eine Investi-tion in Zukunft und Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Durch eine gute Fahrradinfrastruktur erhöhen wir die Lebensqualität der Menschen in unserer Heimat. Die Vorteile Entwicklung der Ortsteile zeigen sich etwa bei der Flurneuordnung in Scheidental. Und in Mudau haben wir, durch das Entwi-ckeln von Gewerbebrachen, Ortskernentwicklung in Reinform möglich gemacht. Auf einer ehemaligen Landesfläche hat sich ein neuer Supermarkt angesiedelt. Auf der früheren Sägewerkfläche im Zentrum steht heute ein Haus für betreutes Wohnen und ein Seniorenheim. Dies alles sind gute Beispiele für einen sinnvollen Einsatz von Städtebauförderungsmittel für die Innenentwicklung und die Wiederbelebung von Gewerbebrachen. Für den gestiegenen Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten planen wir einen Neubau für die U3-Kinder in der Gemeinde, in direkter Nachbarschaft um bestehenden Kindergarten. Das dort stehende alte Schwesternhaus wird abgerissen. Die Planung ist fast fertig, und wir hoffen auch auf Fördermittel von Bund und Land.“, so Dr. Rippberger.

Der Besuch des landwirtschaftlichen Anwesens von Land- und Energiewirt Peter Haas in Scheidental wurde spontan in den Ablauf aufgenommen. Peter Haas betreibt auf seinem Hof seit Mitte Mai 2019 eine Biogasanlage. Anfallende Gülle wird in der Anlage zu Energie veredelt. „Aus der Gülle werden rund 315 000 Kubikmeter Methan erzeugt. Mit dem Gas wird dann ein Gasmotor betrieben, der wiederum einen Generator antreibt.“, erklärt Peter Haas seine Bio-Gas Anlage. cdu