Mudau

Flurneuordnung in Scheidental Förderbescheid in Höhe von 176 033 Euro übergeben

Verfahren auf der Zielgeraden

Archivartikel

Scheidental.Das Flurneuordnungsverfahren in Scheidental biegt nach zehnjähriger Planungs-, Genehmigungs- und Durchführungszeit auf die Zielgerade ein. Nachdem sich Bund und Land, der Landkreis, die Gemeinde Mudau und Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft mit Fördermitteln an den Kosten beteiligt hatten, gab es nun eine weitere vorweihnachtliche Bescherung.

Im Bürgersaal des Mudauer Rathauses übergab Peter Hauk, Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, einen Förderbescheid in Höhe von 176 033 Euro. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger erinnerte an den ersten Bewilligungsbescheid vor rund zehn Jahren in Höhe von 2 422 762 Euro. Er lobte die Vertreter des Landratsamtes als hervorragende Begleiter der Scheidentaler Flurneuordnung. Im Rahmen einer Rundfahrt habe sich der Gemeinderat bereits ein positives Bild vom Geschaffenen machen können.

Peter Hauk meinte, dass die mehr als vier Millionen Euro, die im gesamten Verfahren in Scheidental umgesetzt wurden, zwingend notwendig waren, um unter anderem für die Landwirte bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch er lobte die harmonische Zusammenarbeit aller Beteiligten und fügte an, dass die Flurneuordnung auch der Gemeinde zugutegekommen sei. Beispielsweise durch zehn Kilometer verbesserte Wege, einem neuen Radweg sowie zahlreiche Platz- und Bildstocksanierungen. Den neuerlichen Bewilligungsbescheid übergab der Minister an Klaus Schork, Ortsvorsteher von Scheidental und Vorsitzender der Teilnehmergesellschaft.

Im kommenden Jahr gilt das Hauptaugenmerk dem Ausbau von Wegen und Gräben mit der Modernisierung von 3,1 Kilometern Hauptwirtschaftswegen sowie der Restaurierung von Feldkreuzen, Landschaftspflegemaßnahmen, Ortsbildgestaltung und Sanierung von Bildstöcken. 2021 geht es um den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Unterscheidental nach Mudau und eine neue Brücke über die Elz.

Wie Landrat Dr. Brötel ausführte, ist 2022 die Endabrechnung und 2024 der Abschluss der gesamten Maßnahme geplant. „Dieses Flurneuordnungsverfahren ist ein Musterbeispiel für das, was eine moderne Flurneuordnung heute alles leisten kann. Vor allem aber kann ein solches Verfahren gewachsene dörfliche Strukturen erhalten und mit neuem Leben erfüllen“, so Brötel.

Mit Freude sagte Ortsvorsteher Schork, dass das Flurneuordnungsverfahren in den vergangenen zehn Jahren das Beste sei, was Scheidental habe passieren können. Er lobte die tatkräftige Mithilfe der Betroffenen und die gelungene Umsetzung der Maßnahmen.

Schork erinnerte an den Wald- und Feldwegebau, an den Wasserbau, an Neupflanzungen, an den Ausbau von „Schulweg“ und „Brunnenweg“ und an die Pflanzung von 165 Obstbaumhochstämmen. Die rund 18 Hektar im Neuordnungsgebiet befindlichen Streuobstwiesen seien vollständig erhalten geblieben und durch die Obstbaumpflanzaktion ergänzt worden. L.M.