Mudau

Heimat- und Verkehrsverein Mariensäule in Mudau restauriert

Säule hat besondere Bedeutung in der Region

Mudau.Die Mariensäule im Ortskern, bei den Mudauern als das „Bild“ bekannt, wurde 1736 von Valentin Ziegler aufgestellt. Sie steht auf dem Gelände von Rose und Gregor Schäfer. Von der Familie Gundi und Angelo Di Lenardo vom Gasthaus Rose wird das besondere Denkmal liebevoll geschmückt. Die Säule hat eine besondere Bedeutung in der Region, was für den Heimat- und Verkehrsverein (HVV) ein guter Grund ist, sich immer wieder für eine Restaurierung einzusetzen. Die jüngste „Generalüberholung“ – ausgeführt von Bildhauer Ralf Drolshagen, der die Sandsteinsäule gesäubert hat, und von Kirchenmaler und Restaurator Schmidgall aus Bad Mergentheim, der sich der Marienstatue angenommen hatte – konnte dieser Tage abgeschlossen werden.

Im Beisein von Ehepaar Di Lenardo und dem Vorstand des HVV dankte dessen Vorsitzender den Fachrestaurateuren für ihre hervorragende Arbeit, der Gemeinde Mudau für die Stellung des Gerüsts während der Arbeiten und dem Landesdenkmalamt für den finanziellen Zuschuss, ohne den der HVV die Restaurierung nicht hätte schultern können. Darüber hinaus erläuterte er die besondere Bedeutung der Maria als Verbindung zwischen Himmel und Erde, erkennbar an den Farben braun und blau ihres Gewandes, und für den Sieg des Guten über das Böse, weil sie den Kopf der Schlange (Sinnbild des Bösen) zertritt. Wie Slama weiter erläuterte, hätten die Mariensäulen eine lange Tradition bis ins Mittelalter und durchaus Ähnlichkeit mit den Siegessäulen der ägyptischen Isis oder der römischen Vier-Göttersäule, die ebenfalls für den Sieg des Guten über das Böse stehen. Die Mudauer Mariensäule wurde vermutlich zum 1000-Jahr-Jubiläum des Klosters Amorbach aufgestellt und fällt auch besonders wegen des goldenen Sternenkranzes mit zwölf Sternen auf, der als Vorlage für die Europafahne diente. L.M.