Mudau

Gemeinderat Mudau tagte Bernhard Ries von der Netze BW war zu Gast

Mehr eingespeist als verbraucht

Mudau.Das Energiemonitoring der Netze BW für die Gemeinde Mudau stand im Fokus der jüngsten Gemeinderatssitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger im Bürgersaal des Mudauer Rathauses.

Bernhard Ries als Kundenberater der Netze BW stellte zunächst die Aktionärsstruktur der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und dann das genannte Monitoring vor. Das Kerngeschäft der AG mit 8920 Mitarbeitern in 76 baden-württembergischen Standorten liegt in Strom, Gas, Wärme und Wasser, doch erläuterte Bernhard Ries, dass sich das Unternehmen immer mehr vom Energieanbieter zum Infrastrukturpartner entwickle. Der eigentliche Energiemonitor „Strom“ für Mudau wurde wieder für drei Jahre erstellt und zeigt von 2016 bis 2018, dass zum einen die Einspeisung in der Gemeinde den Verbrauch leicht überflügelt und die örtliche Einspeisung bedeutend höher ist als die durchschnittliche Einspeisung aller Kommunen der Netze BW.

Genauer hat man 2016 26 289 MWh eingespeist, 24 372 MWh verbraucht, 2017 war das Verhältnis 27 332 MWh zu 24 861 MWh und 2018 25 925 MWh zu 24 808 MWh. Den größten Bedarf hat auch in Mudau die Industrie mit jeweils um die 50 Prozent, gefolgt von den privaten Haushalten mit knapp über 20 Prozent. Deutlich wurde auch, dass die Photovoltaik nach wie vor als Spitzenreiter bei den Erzeugern gilt, mit leicht steigender Tendenz auf 53,56 Prozent im Jahr 2018 gegenüber 37,94 Prozent durch Windkraft und 8,48 Prozent durch Biomasse. In der Gemeinde Mudau gibt es zudem fünf Kraft-Wärmekopplungsanlagen. Abschließend seiner Ausführungen eröffnete Bernhard Ries noch den „Werbeblock“ auf das Projekt „EnBW vernetzt“, mit dem man die Partnerschaft zu den Kommunen konsequent ausbauen will. Die Mindestbeteiligung liegt bei 200.000 Euro, die maximale Beteiligungshöhe unterliegt einem Verteilungsschlüssel und garantiert eine jährliche feste Ausgleichszahlung von 3,6 Prozent, festgeschrieben bis Ende 2024.

In einem weiteren Punkt beschloss der Gemeinderat die vierte Satzung zur Änderung der Satzung über die Benutzung von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften und unter dem Punkt Bauanträge genehmigte man unter anderem die Erstellung eines Funkmastes mit 40 Metern Höhe in Reisenbach. L.M.