Mudau

Gemeinderat Mudau Dr. Norbert Rippberger „bereiste“ mit den Gremiumsmitgliedern die Gemeinde und deren Ortsteile

Kommunale Themen vor Ort vorgestellt

Archivartikel

Traditionell ist der November der Monat für eine Rundfahrt des Gemeinderates, die in diesem Jahr wieder in alle Ortsteile führte.

Mudau. Bei der Rundfahrt des Gemeinderats nutzte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Möglichkeit, den vielen neuen Mitgliedern kommunale Themen vor Ort vorzustellen.

In Mudau standen zunächst drei Betriebsbesuche im Vordergrund. Erwin Konrad und Philipp Eggert stellten die Firma Metallbau Konrad vor. Die Spezialisten im Stahlbau sind bundesweit unterwegs, vorwiegend für die öffentliche Hand. Über den reinen Stahlbau hinaus ist die Firma Konrad bei Bedarf auch Komplettanbieter für Gebäudeerweiterungen in Universitäten und großen öffentlichen Gebäuden und bedient sich dazu Subunternehmer für spezielle Gewerke. Die im Sommer fertiggestellte Halle platzt schon wieder aus allen Nähten.

Fabian Bechtold stellte die dynamische Entwicklung der Firma LeuBe in der Industriestraße vor. LeuBe-Zelte und Dienstleistungen werden vorwiegend im süddeutschen Raum gerne gebucht. Auch bei LeuBe gibt es Platzbedarf. In Kürze soll der dazu nötige Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden.

Im Pelletswerk der Firma Bioenergie Mudau stellte Betriebsleiter Schenkel das gerade fertiggestellte neue Pelletssilo vor und informierte über die geplante Absackanlage, womit das Werk dann ohne Ausweitung der Gesamtkapazitäten auch Sackware aus eigener Produktion für den Endkunden anbieten kann.

Vor Ort konnte dann der Gemeinderat die Grenzen des neuen Wohngebietes „Rumpfener Buckel“ besichtigen, einschließlich der Lage des Kreisels, der in Zukunft die Haupterschließung für die Wohnbauambitionen in Mudau für die kommenden 20 bis 30 Jahre abdecken kann.

Bauboom

Neben dem Baugebiet „Rumpfener Buckel“ gibt es Pläne für weitere 80 Bauplätze im Osten von Mudau, jedenfalls dann, wenn der Bauboom so anhält. Die Erschließungsarbeiten im Rumpfener Buckel beginnen im Frühjahr 2020 und ab Frühjahr 2021 kann dann voraussichtlich dort gebaut werden.

In Langenelz machte sich der Gemeinderat ein Bild vom Baugebiet Struthäcker II, wo schon wenige Monate nach Fertigstellung der Erschließung nahezu die Hälfte der Plätze verkauft beziehungsweise reserviert sind.

In Scheidental standen die noch offenen Maßnahmen der Flurneuordnung im Mittelpunkt des Interesses. In den kommenden zwei Jahren sollen die investiven Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Teilnehmergemeinschaft und der Ortschaftsrat sehen noch etliche offene Punkte, die dank der sehr günstigen Zuschussmöglichkeiten noch verwirklicht werden sollten.

Auch in Reisenbach wird munter gebaut mit der Folge, dass die Bauplätze der Gemeinde vergriffen sind. Vor Ort konnte sich der Rat von der herrlichen Lage des neuen Baugebietes „Daniersweg“ überzeugen. Der Bebauungsplan und der Grunderwerb der Gemeinde sollen in diesem Jahr noch ein großes Stück vorankommen.

Auf dem Weg nach Schloßau blieb im Bus die Holperstrecke der K 3969 zwischen Waldauerbach und Schloßau nicht unbemerkt. Bürgermeister Dr. Rippberger berichtete, dass diese Maßnahme des Kreises zwar in der Prioritätenliste ganz oben steht, aber erst gebaut werden kann, wenn sich dafür wieder eine Förderung gewinnen lässt.

Dynamisch verläuft die Entwicklung im Baugebiet „Burggewann“ in Schloßau und das wurde dann auch ganz greifbar als der Linienbus mit dem Gemeinderat mit Bagger und Lkw auf der Wohnstraße zusammentrafen. Den Stau nutzte der Bürgermeister gerne um auf die Oberflächenwasserproblematik hinzuweisen, die zügig geregelt werden muss ebenso wie die Kanalüberlastung im Römerweg, als Folge der schnell fortschreitenden Bebauung des Burggewanns.

In Mörschenhardt verzichtet die Gemeinde auf die Erschließung eines Neubaugebietes, sondern hat im Ortskern private Flächen erworben, Gebäude abgebrochen und kann nun fertig erschlossene Bauplätze anbieten.

Das gleiche Ziel verfolgt die Gemeinde auch in Donebach, wo in der Ortsmitte etliche Gebäude seit Jahren leer stehen und Platz bieten würden für eine Neubebauung. Hier gilt es laut Bürgermeister Dr. Rippberger, aber noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

Damit inzwischen Bauwillige in Donebach nicht abgewiesen werden müssen, ist das Baugebiet „Fasanenweg“ in Arbeit, wo der Bebauungsplan und der Grunderwerb auch noch in 2019 entscheidend vorankommen sollen.

Im Sendegelände des ehemaligen Langwellensenders Donebach sind von der Media-Broadcast noch öffentliche Wege zu sanieren, die im Zuge des Abbruchs sehr gelitten haben.

Vor Ort konnte aber auch gezeigt werden, dass ansonsten die Abbrucharbeiten nun abgeschlossen sind und für die Zukunft der Landwirtschaft erhalten bleiben. Denn eine andere Nutzung der Fläche beabsichtigt die Gemeinde nicht, was der Bürgermeister ausdrücklich erwähnte.

Im Ortsteil Steinbach informierte der Bürgermeister über anstehende Kanal- und Wasserleitungsarbeiten, die allerdings zurückgestellt werden mussten wegen fehlender Förderung. Steinbach, so Dr. Rippberger, ist auch der einzige Ortsteil von Mudau mit einer Weihnachtsbaumsatzung mit der die Gemeinde vor Jahren die berechtigten Interessen der Weihnachtsbaumbetriebe und die der traditionellen Landwirtschaft und des Natur- und Landschaftsschutzes zusammengeführt hat.

Letzte Station war dann Rumfpen. Mit dem Ausbau der Straße Am Hoffeld ist der kleinste Ortsteil nun generalsaniert, einschl. neuer Bushaltestelle, die das bisherige Milchhäuschen ersetzt hat.

Mudau im Schnelldurchgang – und doch waren dazu fünf Stunden Busrundfahrt nötig. Die Teilnehmer hatten sich dann den Abschluss beim Schlachtfest im Cafe „Waldfrieden“ redlich verdient.