Mudau

„Club ’89“ Schwäbisch Hall war das Ziel des Ausflugs

Der Historie auf der Spur

Mudau.Der Jahresausflug 2019 führte den Mudauer Verein Club ’89 in die Kochermetropole Schwäbisch Hall. Bei der zweitägigen Tour Mitte September führte der Weg unter anderem zur vom Unternehmer Reinhold Würth 2001 erbauten Kunsthalle. Dabei wurden auf den drei Etagen nicht nur die von Würth gesammelten Kunstwerke, sondern auch die französische Sonderausstellung „Von Henri Matisse bis Louise Bourgeois“ bewundert. In der Altstadt führte eine Stadtführern die Gruppe durch die Historie der Region. So erfuhren die Ausflugsteilnehmer, dass das ursprüngliche „Hall“ auf fränkischem Gebiet liegt und „Schwäbisch“ im 12. Jahrhundert nur zu Machtzwecken vom Adelsgeschlecht Staufer angehängt wurde. Für Erstaunen sorgte die Information, dass beim großen Stadtbrand 1728 nur vier Menschen ihr Leben verloren. Beeindruckend auch, auf welche Weise die evangelische Stadtkirche St. Michael mehrmals umgebaut wurde, bis sie die heutige Form erlangte. Der im 16. Jahrhundert ausufernde Zollstreit mit der Nachbargemeinde Limpurg erinnerte an heutige Handelsstreitigkeiten.

Am zweiten Tag führte der Weg in das benachbarte Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen. Hier erwarteten den Club nicht nur 70 historische Gebäude und Einblicke in Landwirtschaft und Handwerk. Höchstinteressant war die an diesem Tage stattfindende Living History „1945 – Der erste Sommer im Frieden“. Vorgespielte Szenerien wie die „Lebensmittelverteilung“ zeigten das damals karge Leben der Bevölkerung rund um Schwäbisch Hall.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging der diesjährige Club-Ausflug zu Ende.