Mudau

Bäckerinnung Tradition des Erntedankgottesdienstes hat auch nach der Fusion zur Bäckerinnung Neckar-Odenwald weiter Bestand

Dank für die Früchte der Landwirtschaft

Mudau.Es war die letzte öffentliche Veranstaltung der Bäckerinnung Buchen, die in diesem Jahr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Dennoch wird diese Tradition des Erntedankgottesdienstes, so das Versprechen von Innungsobermeister Peter Schlär, auch nach der Fusion zur Bäckerinnung Neckar-Odenwald weiter Bestand haben. Dieser Beschluss war weitaus schneller Fakt als die Modalitäten der Fusion. Dennoch hatte die Eucharistiefeier zum Bäckererntedank in der voll besetzten Mudauer Pfarrkirche St. Pankratius ein ganz besonders feierliches Ambiente, angefangen bei der gewaltigen Eröffnungsmusik der Mudauer Trachtenkapelle unter Stabführung von Ralph Müller zum Fahneneinzug der Bäcker mit Pfarrer Klaus Vornberger und den Ministranten zum beeindruckend schön geschmückten Altar bis hin zur Feier selbst mit den Fürbitten durch die Bäcker.

Pfarrer Vornberger hatte in seiner Deklaration von Erntedank den Dank für die Früchte der Landwirtschaft zur Stärkung des Leibes um die Früchte zur Stärkung von Glauben und Seele ergänzt. In seiner Predigt machte er deutlich, dass Glaube keine Ware ist, deren Wert in Mengenangaben gemessen wird. Glaube sei immer Bindung zu Gott und mit dem habe man keinen Tarifvertrag, denn so wie der Glaube nicht zeitlich begrenzt sei, kenne auch die Gnade des Herrn keine Grenzen. Diese Aussagen wurden in den Fürbitten der Bäcker noch bestärkt.

Dafür fiel der Dank von Innungsobermeister Peter Schlär mit der Überschrift „nur gemeinsam sind wir stark“ umso bodenständiger aus. Er dankte den Gottesdienstbesuchern für ihr zahlreiches Erscheinen, und damit für ihre Wertschätzung der heimischen Bäcker, denen ihr Produkt „Von der Region für die Region“ wichtig ist. Sein weiterer Dank galt der Trachtenkapelle und Ralf Breunig an der Orgel für die würdige Umrahmung des Gottesdienstes, der durch Pfarrer Vornberger, dessen Mitarbeiterstab und die Ministranten feierlich gestaltet worden war und seinen Bäckerkollegen, die mit ihm 400 Brote gebacken hatten, die gesegnet an alle Gottesdienstbesucher verteilt wurden. L.M.