Mudau

Familientag auf dem Smart Pfad Gelungene Premiere / Angebote an insgesamt sieben Stationen

Besucher begeistert von Experimenten

Gelungene Premiere beim Odenwälder Smart Pfad: Dort fand der erste Familienaktionstag statt. Auf die Besucher wartete ein Angebot mit interessanten Experimenten.

Mudau/Amorbach. Die Zelte für Versorgung mit Kaffee und Kuchen waren aufgestellt, die Stationen des einmaligen Odenwälder Smart Pfads waren alle fertiggestellt und bereit für den ersten Familien-Aktionstag mit zahlreichen Höhepunktens. Die Verantwortlichen vor Ort ließen sich auch von den gelegentlichen Regenschauern weder die Vorfreude noch den Optimismus nehmen und sie wurden nicht enttäuscht.

Start der Aktionen war um 13 Uhr und schon ein paar Minuten später sah man die ersten Familiengruppen anradeln. Kinder, Jugendliche und Erwachsene stürzten sich mit Begeisterung auf die angebotenen Experimente.

„Hilf mir mal, fass mal in Fach 7. Was ist den da drin?“ an der Station 2 in Mudau „Unter dem Brunnen“ ging es ums Knobeln und Experimentieren und Geopark-Ranger Wilfried Schneider hatte die Station mit Tastkästen, selbstgebauten PET-Flaschen-Windrädern und geologischen Erläuterungen noch bereichert.

Es gab noch die Winkel-Schaukel, die zu wahren Wettbewerben animierte, die asymmetrische Wippe, wo so mancher Papa oder Opa von den Kids herausgefordert wurde und den Temperatur- und Gleichgewichtsparcours. Aufgrund der Witterung waren die Indische Klimaanlage und die begehbare Sonnenuhr an diesem Tag nicht so frequentiert, dafür interessierte aber das Druckluftsystem mit seinen Pfeifen die Großen ebenso wie die Kleinen. Also jede Menge Aktion schon bei Station 2 von insgesamt 7.

Heimische Tierwelt im Blick

Am Mudauer Rehm erwartete die Forscherfamilien dann Förster Michael Schwarz auf dem speziellen „Hochsitz mit Fernglas“, um die heimische Tierwelt mit den Gästen ausfindig zu machen und zu bestimmen. Weiter ging es zur Hirtenquelle im Ünglertsgrund, wo man auf der nagelneuen Experimentierstation die Kraft des kühlen Nass’ erforschen, aber auch Führungen im historischen Pumphaus mit Norbert Käflein und in der Riesenmühle mit Herbert Scharmann genießen konnte. Weiter ging die Fahrt auf dem Main-Neckar-Radweg bis zur „Waldinsel“ unterhalb der Burg Wildenberg, wo man auf dem Liege- und Beobachtungsnetz oberhalb der hohen Baumwipfel durch Förster Sebastian Höh über den Wald und seine Bewohner informiert wurde und Zapfenpflücker Werner Sennert bei der Ausübung seines seltenen Berufs zuschauen konnte, was durchaus „atemberaubend“ zu nennen war. Gerade fertiggestellt war auch die Station „Kriechen und Krabbeln“ bei der Zeibertsklinge in Kirchzell, wo Imker Walter Müller den interessierten Gästen zeigte, wie man Bienenhotelier werden kann und schließlich erwartete auf der letzten Station im Amorbacher Bürgerpark die Erwachsenen vor allem Kaffee und Kuchen, aber auch ein wahres Sandkastenparadies mit Rutschen, Beförderungsbändern, Sandeimer-Karussell und Matschstation für alle angehenden Baumeister, die die Gesetze der Natur verstehen wollen. Dazu gehörte auch ein riesiger Naturklangverstärker, ein Kaleidoskop und für den ästhetischen Kletterspaß das sogenannte Möbiusband. Die letzte Station stand also vollkommen zu Recht unter dem Titel „Werkeln, Bauen, Malen - Kunst trifft Mathematik bei Kaffee und Kuchen“.

Spielerisch lernen

Initiator des 15 Kilometer langen Smart-Pfads-Odenwald ist die Joachim & Susanne Schulz-Stiftung mit dem Stiftungsschwerpunkt der Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz MINT), was den Verantwortlichen mit diesem längsten MINT-Outdoor-Pfad Deutschlands wunderbar gelungen ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können die 45 Exponate zum Experimentieren und Tüfteln ganzjährig nutzen und den Phänomenen aus Naturwissenschaft und Technik spielerisch auf den Grund gehen. Der Familien-Aktionstag war zu diesem Angebot noch eine Zugabe und wird aufgrund der guten Resonanz im nächsten Jahr ganz sicher wiederholt werden.