Mudau

Gemeinderat Mudau Erschließung des „Rumpfener Buckels“ kostet rund zwei Millionen Euro / Drei provisorische Kleinkindergruppen in der Grundschule Mudau

Arbeiten für neues Baugebiet vergeben

Archivartikel

Die zur Erschließung des Neubaugebiets „Rumpfener Buckel“ notwendigen Arbeiten hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vergeben. Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

Mudau. Mit einem Kostenaufwand von mehr als zwei Millionen Euro wird das neue Baugebiet „Rumpfener Buckel“ einschließlich einer Kreisverkehrsanlage erschlossen. Nachdem sich der Gemeinderat bereits zu Beginn des Jahres für die vorgestellte Planung ausgesprochen hatte und die notwendigen Erschließungsarbeiten ausgeschrieben worden waren, vergab das Gremium in der jüngsten Sitzung im Bürgersaal des frisch renovierten Rathauses die dazu notwendigen Arbeiten.

Den Auftrag zur Ausführung der Erschließungsarbeiten „Rumpfener Buckel“ inklusive Kreisverkehr als Anbindung an das neue Baugebiet erhielt als günstigster Bieter die Firma Konrad Bau aus Königshofen zum Preis von 1 723 185 Euro. Gleichzeitig stimmte der Gemeinderat einer Vereinbarung zum Bau eines neuen Kreisverkehrs im Zuge der Landesstraße 585 mit der Straßenbauverwaltung zu. Wolfgang Niemesch aus Mudau erhielt den Auftrag zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination bei den Erschließungsarbeiten zum Angebotspreis von 5712 Euro.

Der gesamte finanzielle Aufwand gliedert sich in 1 156 000 Euro für Straßenbau mit Kreisverkehr, 678 000 Euro für Kanalisation mit Außengebietswasserableitung und 104 000 Euro für die Wasserversorgung.

Forstbetriebsplan vorgestellt

Jörg Puchta von der Forstbetriebsleitung Walldürn und Revierleiter Michael Schwarz stellten anschließend dem Gremium den Forstbetriebsplan 2020 vor und berichteten über den Zustand des Gemeindewaldes. Trotz Hitze und Trockenheit sei man fast im grünen Bereich.

3000 Festmeter „zufällig Nutzung“ (Dürreschäden und Käferholz) in Mudau und 166 000 Festmeter im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis in den Jahren 2018 und 2019 bedeuteten für die Region, dass man vergleichsweise noch mit einem „blauen Auge“ davongekommen sei. Letztendlich rechnet die Forstbetriebsleitung im Gemeindewald Mudau mit einem Verlust im Jahr 2020 von mehr als 18 000 Euro. Wegen des Klimawandels soll der Gemeindewald mit Douglasien, Zedern, Esskastanien und Bergahorn versuchsweise noch breiter aufgestellet werden.

Im Rahmen der Nachtrags-Haushaltssatzung für 2019 vermindern sich die Ein- und Ausgaben im Verwaltungshaushalt um 128 000 Euro auf 12 542 000 Euro, im Vermögenshaushalt um 1 297 000 auf 1 943 000 Euro bei einer Erhöhung des Gesamtbeitrags der vorgesehenen Verpflichtungsermächtigungen von 725 000 Euro auf 2 354 000 Euro, wie Gerd Mayer als ehemaliger Kämmerer vorstellte. Wie er weiter erklärte, sei die Kreditaufnahme auf Null reduziert worden.

In der Feststellung des ersten Nachtrags-Wirtschaftsplans des Wasserversorgungsbetriebs der Gemeinde Mudau für 2019 liegt der Vermögensplan mit Ein- und Ausgaben bei 726 000 Euro. Der Jahresgewinn wurde bislang 21 000 Euro auf 34 000 Euro gesteigert.

Gemäß eines Beschlusses des Gemeinderats im Juli soll in den Räumen der Grundschule Mudau eine provisorische Einrichtung von drei Kleinkindgruppen erfolgen. Die Arbeiten vergab das Gremium an Kispert-Bau aus Limbach (Abbruch- und Rohbauarbeiten, 20 726 Euro), Schreinerei Weidinger aus Schweinberg (Schreinerarbeiten, 15 493 Euro), Gero Wissmann aus Kirchzell (Trockenbau-, Tapezier- und Malerarbeiten, 8576 Euro) und Mannl-Metallbau aus Kreuzwertheim (Metallbau- und Verglasungsarbeiten, 5967 Euro).

Winterdienstplan unverändert

Zustimmend zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den von Christoph Müller vorgestellten Winterdienstplan für die Ortsteile, der keine grundsätzlichen Veränderungen gegenüber den Vorjahren beinhaltet. Die Durchführung obliegt dem Bauhof der Gemeinde im Verbund mit Vertragsunternehmern.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte das Gemeindegremium die Kosten für die Feldwegesanierung im Bereich „Neuhof/Reichenbuch“ in Mudau mit 22 021 Euro und im Bereich „Friedhofsweg“ in Langenelz mit 58 401 Euro fest. Die Arbeiten waren von der Firma HF-Bau aus Balsbach durchgeführt worden. Außerdem bestimmte der Gemeinderat den ersten Bürgermeisterstellvertreter Christian Hört zur Verpflichtung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 9. Januar, um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. L.M.