Mosbach

In Mosbach Das baden-württembergische Finanzministerium sieht eine mögliche Lösung für das Flächenproblem an der DHBW / Mitteilung von MdB Dr. Brandenburg

Konzentration auf zwei Standorte im Blick

Mosbach.Das baden-württembergische Finanzministerium sieht eine mögliche Lösung für das Flächenproblem an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Standort Mosbach. Man führe bereits Gespräche zur Ausweitung des Hochschulcampus auf das Obertorzentrum am Rande der Altstadt. Dies betont das Ministerium in einer Antwort an den FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Jens Brandenburg.

Der Bildungspolitiker hatte sich zuvor in Schreiben an das Finanz- und das Wissenschaftsministerium für eine langfristige Finanzierung der Kurse und die Beschaffung neuer Flächen an der DHBW in Mosbach eingesetzt. Eine Antwort des Wissenschaftsministeriums steht noch aus.

Bei einem Besuch in Mosbach hatte Rektorin Professor Dr. Gabi Jeck-Schlottmann den Abgeordneten kürzlich um Unterstützung gebeten. Die Hochschule verfügt aktuell nicht über ausreichend Flächen, da die Studierendenzahlen nach dem doppelten Abiturientenjahrgang auf stabilem hohem Niveau geblieben sind.

Ziel ist eine Konzentration der vielen Liegenschaften der DHBW Mosbach auf zwei Standorte innerhalb der Stadt. Eine solche Konzentration der Flächen auf weniger Standorte im Stadtgebiet komme insbesondere der fachübergreifenden Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zugute. Außerdem ist die Finanzierung von bestehenden Studiengängen nicht nachhaltig gesichert. Fast die Hälfte der Anfängerkurse am Standort Mosbach ist derzeit über das auf fünf Jahre bis 2020 befristete Ausbauprogramm finanziert.

„Eine dauerhafte auskömmliche Finanzierung und die Bereitstellung adäquater Flächen sei notwendig, damit die DHBW Mosbach auch in Zukunft den Bedarf der Unternehmen der Region nach gut qualifizierten Fach- und Führungskräfte decken kann“, so Jeck-Schlottmann.

In Bezug auf das Obertorzentrum als möglichen neuen Standort der DHBW spricht das Ministerium nun von einer „zukunftsweisenden Lösung“. Zunächst müsse jedoch eine Nutzungsanforderung durch das Wissenschaftsministerium genehmigt werden und ein Angebotskonzept der Immobilieneigentümerin vorliegen.

„Worten Taten folgen lassen“

„Mit einer Erweiterung am Obertorzentrum könnte das Flächenproblem der Hochschule nachhaltig gelöst werden. Wenn sich die Liegenschaften als geeignet erweisen, muss die Ministerin den Worten Taten folgen lassen und die Finanzierung sicherstellen“, bekräftigte der Bildungspolitiker Brandenburg seine Erwartungen an die Landesregierung.

Offen ist noch, ob die Wissenschaftsministerin eine schnelle Lösung des Flächenproblems ebenso unterstützt. „Ministerin Theresia Bauer sollte sich nun klar zum Hochschulstandort Mosbach bekennen und die Duale Hochschule persönlich unterstützen. Wer sich über steigende Studierendenzahlen freut, darf die Hochschulen mit der Umsetzung nicht alleine lassen“, appelliert Brandenburg an die Wissenschaftsministerin.