Mosbach

Unerwünschte Telefonanrufe Betrugsversuche laufen immer ähnlich ab / Auch in Buchen Fälle

Falsche Polizeibeamte nachts aktiv

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Insgesamt 21 Anschlussinhaber aus dem Kreis Mosbach erhielten am Mittwoch zwischen 20 Uhr und Mitternacht unerwünschte Telefonanrufe so genannter „falscher Polizeibeamter“. Auch am Donnerstagnachmittag kam es im Bereich Buchen vermehrt zu Anrufen.

Bislang kein Schaden

Dass es wohl bislang zu keinem Schaden gekommen ist, zeigt, dass die Angerufenen sich richtig verhielten. Sie schenkten der Geschichte, welche die unbekannte Person als angeblicher Polizeibeamter ihnen am Telefon erzählte, keinen Glauben, legten auf und verständigten über Notruf die echte Polizei.

Derartige Betrugsversuche laufen immer ähnlich ab. Der Anrufer versetzt die Angerufenen, meist ältere Mitbürger, durch eine Geschichte über Einbrüche in der Nähe in Angst und Schrecken und versucht Informationen über deren finanziellen Verhältnisse auszuhorchen.

Fallen Menschen auf diese Masche herein, folgt nach Angaben der Polizei oftmals ein unliebsamer Besuch einer weiteren angeblichen Polizeibeamtin oder eines angeblichen Polizisten bei den potentiellen Opfern.

Kommt es dann zur Aushändigung von Wertsachen oder Geld an die Straftäter, sehen die Geschädigten es meist nie wieder. Die Häufung der Anrufe am Mittwoch und Donnerstag zeigt, dass die Zahl derartiger Betrugsversuche nicht nachlässt. Aus diesem Grund raten das LKA Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn: Die Polizei ruft niemals unter dem Polizeinotruf 110 an. Man sollte sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen und einfach den Höhrer auflegen – so wird man die Betrüger am besten los. Bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck und Wertgegenständen sollte Angerufene misstrauisch werden. Nach dem Anruf sollten die Opfer die 110 wählen und keinesfalls die Rückruftaste – sonst landet man wieder bei den Betrügern.