Mosbach

Kreishandwerkerschaft Neckar-Odenwald Jochen Baumgärtner zum neuen Kreishandwerksmeister ernannt / Friedbert Englert in den Ruhestand verabschiedet

Einen Generationenwechsel vollzogen

Archivartikel

Mosbach.Neue Gesichter gibt es bei der Kreishandwerkerschaft, die einen Generationenwechsel auf den Positionen des Kreishandwerksmeisters und seines Stellvertreters vollzogen hat. Der Dallauer Bäckermeister Friedbert Englert tritt ganz in den Ruhestand ein – er hat seinen Betrieb an Sohn Nico übergeben – und der Mosbacher Schreinermeister Klaus Hofmann verlässt sein Ehrenamt auf Kreisebene.

Fusion kommt 2020

Zum neuen Kreishandwerksmeister wurde Informationstechnikermeister Jochen Baumgärtner und zu dessen zwei Stellvertretern Peter Schlär und Matthias Müller gewählt. Der Mudauer Bäckermeister Schlär soll ab 2020 Obermeister der dann frisch fusionierten Bäckerinnungen Buchen und Mosbach werden. Installateur und Heizungsbauermeister Müller betreibt mit seinem Vater in Schefflenz ein Sanitär-Heizungs-Klima-Unternehmen und steht der Innung Sanitär-Heizung-Klima (SHK) Neckar-Odenwald-Kreis vor.

Zur offiziellen Verabschiedung von Englert und Hofmann begrüßte Baumgärtner, der in Aglasterhausen eine Elektrofirma mit Fachgeschäft führt, im Mosbacher „Haus des Handwerks“ Landrat Dr. Achim Brötel, Mosbachs Bürgermeister Michael Keilbach, Buchens Beigeordneten Benjamin Laber, Alois Jöst, Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, zahlreiche Obermeister sowie Michael Windmeißer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Neckar-Odenwald-Kreis.

Jöst gratulierte Englert zur kurz zuvor erfolgten Ernennung zum Ehrenkreishandwerksmeister. Er bedankte sich für die stets sehr gute Zusammenarbeit und die gemeinsame Zeit. Man habe immer zusammengehalten und miteinander geredet. Er wünschte dem Ausscheidenden eine angenehme Zeit im „(Un-)Ruhestand“. Den Präsidenten freute es besonders, dass „junge Leute“ wie Baumgärtner, Schlär und Müller Führungsaufgaben und Ehrenämter in den Handwerksinnungen übernehmen.

Landrat Brötel sprach auch im Namen seiner Kollegen Keilbach und Laber. Das Handwerk sei und bleibe für den Landkreis nicht nur bei der dualen Ausbildung, sondern auch in ganz vielen anderen Fragen ein geborener Partner, mit dem traditionellerweise „sehr gut, sehr eng und vor allem auch sehr vertrauensvoll“ zusammengearbeitet werde. Deshalb sei ein Wechsel in der Funktion des Kreishandwerksmeisters ein einschneidendes Ereignis.

„Wirtschaftsmacht von nebenan“

Das Handwerk sei bei uns in der Tat die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ mit allein im Neckar-Odenwald-Kreis 1740 Handwerksbetrieben mit 10 000 Mitarbeitern und 654 Auszubildenden.

Friedbert Englert habe in seiner achtjährigen Amtszeit das Handwerk und seine Interessen nach außen präsentiert. Klar und fest in seiner Meinung habe er sich in hohem Maße engagiert. Wer über Friedbert Englert spreche, so der Landrat schmunzelnd, käme natürlich an seinem besonderen Markenzeichen, „nämlich der etwas eigenwilligen Kopfbedeckung“, nicht vorbei. Deshalb passe in diesen Verabschiedungskontext auch wunderbar der alte Udo Jürgens-Song „Der Mann mit der Mütze geht nach Haus“.

Den neuen engagierten Handwerksobermeistern mit ihren kreativen Ideen gratulierte Brötel zu ihrer Wahl und freute sich auf die zukünftige Zusammenarbeit. Ein besonderes Dankeschön wurde vom Landrat in Richtung des scheidenden stellvertretenden Kreishandwerksmeisters Klaus Hofmann gesandt, der noch Vizepräsident der Handwerkskammer ist. „Er geht, um zu kommen“, denn er tritt für den altersbedingt scheidenden Präsidenten Jöst am 23. Oktober in Mannheim zur Wahl an.

Nach ihrem jahrelangen Engagement im Ehrenamt befragt, antwortete Friedbert Englert, dass er seine Tätigkeit aus Spaß und nicht aus Zwang ausgeübt habe. Er sei schon immer kein Freund von „Alten“ im Ehrenamt gewesen, weshalb der vollzogene Generationswechsel an der Zeit gewesen sei. Für „Herzbluthandwerker“ Klaus Hofmann hat die kollegiale Gemeinschaft einen hohen Stellenwert und er findet darin zudem eine persönliche Bereicherung. Viele Kontakte auch außerhalb des Handwerks seien so zustande gekommen. Beider Dank galt dem guten Miteinander mit den Obermeistern sowie dem lobenswerten Faktum, wie „einzigartig die Politik und das Handwerk im Landkreis zusammenarbeiten.“ clk