Mosbach

Tag des offenen Denkmals „Entdecken, was uns verbindet“ als Motto / Aktionen in Mosbach

Das Tempelhaus öffnet seine Pforten

Archivartikel

Mosbach.Zum 25. Mal findet am 9. September der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Dieses Jahr lädt er mit dem Thema „Entdecken, was uns verbindet“ zu einem Besuch von zahlreichen interessanten Bauten und Denkmäler ein.

Das Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz war von 1300 bis 1350 im Besitz des Johanniterordens. Bei dem seit dem späten 16. Jahrhundert als Tempelhaus bezeichneten Gebäude handelt es sich nach der Burg Lohrbach um das zweitälteste Bauwerk in Mosbach und um die einzige in ihrer authentischen Form erhaltene Johanniterburg in Baden-Württemberg.

Zu den Kunstschätzen des als katholische Kirche genutzten Tempelhauses zählt der Conradusstein, eine Grabplatte aus der Zeit um 1300 und viele weitere sehenswerte Objekte. Zwischen 13 und 16 Uhr bieten Horst Uhl und Richard Zöller zu jeder vollen Stunde eine Führung an (Adresse: Johannitergasse in Neckarelz).

Eine Kirche, zwei Konfessionen – getrennt und doch verbunden. Die Kirche St. Juliana lädt zu einem Besuch in den katholischen Teil der Kirche ein. Die Kirche, die 1277 erstmals erwähnt wird, ist eine der wenigen erhaltenen Simultankirchen im süddeutschen Raum. Noch heute trennt eine Mauer den evangelischen vom katholischen Teil der Kirche.

Erst 2008 wurde eine Tür für die Ökumene geöffnet, die nun beide Häuser miteinander verbindet. Die Kirche ist zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr findet die Führung „Zwei Konfessionen unter einem Dach“ mit Stadtführerin Anita Schneider statt (Adresse: Kirchplatz im Zentrum Mosbachs).

Die Gutleutanlage mit dem Elendshaus, der Gutleutkapelle und dem Gutleuthaus sowie der angrenzende jüdische Friedhof sind ein weiteres Ziel am 9. September. Die Gutleutanlage zählt zu den besterhaltenen ihrer Art in Baden-Württemberg. Zahlreiche mittelalterliche Wandmalereien und Rötelzeichnungen, die vermutlich von Pilgern stammen, sind im Innenraum der Kapelle zu finden.

Gästeführerin Magdalena Putze bietet um 15 Uhr eine Führung an. Bei der Besichtigung des jüdischen Friedhofs werden männliche Besucher gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen (Adresse: Kapellenweg 5).

Der diplomierte Fachwerkführer Wilfried Boch zeigt bei einer Führung an ausgewählten Fachwerk-Gebäuden sehr viel Interessantes und Wissenswertes über Muster, Formen, Farben und Stil des Mosbacher Fachwerks. Die Führung beginnt um 15 Uhr im Innenhof des Stadtmuseums (Hospitalgasse 4).