Mosbach

Rennen endete tödlich

Anklage gegen Motorradfahrer

Archivartikel

Mosbach.Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, in dessen Folge ein 23-jähriger Motorradfahrer zu Tode kam, gegen einen 21-jährigen Mann Anklage zum Schöffengericht beim Amtsgericht Mosbach erhoben. Dem Angeschuldigten wurde die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt.

Die Anklage legt dem Angeschuldigten zur Last, am 28. Mai auf der B 27 in Richtung Mosbach-Neckarelz gefahren zu sein. Im Bereich der Abzweigung Eisenbahnstraße habe der 21-Jährige beschlossen, mit einem neben ihm fahrenden Motorradfahrer in einen Wettbewerb um das möglichst schnelle Durchfahren des Stadtgebiets von Mosbach zu treten. In Umsetzung dieses Plans habe er sein Fahrzeug auf mindestens 80 Stundenkilometer beschleunigt und mehrere Überholmanöver mit Spurwechseln vollzogen. Hierbei sei ihm der Motorradfahrer – wie von ihm beabsichtigt – in engem Abstand gefolgt

Im Bereich der Einmündung der Alten Neckarelzer Straße habe der Angeschuldigte unmittelbar nach einem Überholmanöver sein Fahrzeug abgebremst, da die Ampel in diesem Moment von Gelb auf Rot umgeschaltet habe.

An der Unfallstelle verstorben

Infolge des Bremsmanövers des Angeschuldigten habe der Motorradfahrer, gerade als er ebenfalls wieder auf den linken Fahrstreifen wechseln wollte, eine Vollbremsung einleiten müssen, um nicht auf den Pkw des Angeschuldigten aufzufahren. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen einen Laternenpfahl am rechten Fahrbahnrand. Der 23-jährige Motorradfahrer verstarb noch an der Unfallstelle.

Nachdem der Angeschuldigte den Unfall bemerkt und sich zunächst an der Unfallstelle aufgehalten habe, habe er sich den unfallaufnehmenden Polizeibeamten nicht als Unfallbeteiligter zu erkennen gegeben und die Unfallstelle verlassen.

Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.