Main-Tauber

Christbaum-Aktionen Aufgrund der Corona-Verordnung sind Haustür-Sammelinitiativen verboten

Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Normalerweise ziehen nun Jugendgruppen, Vereine oder die Feuerwehren durch die Straßen, um die Christbäume zu sammeln. Normalerweise...

Main-Tauber-Kreis.Weihnachten ist vorbei und im Laufe der kommenden Tage wird in den Wohnungen und Häusern der Festtagsglanz wieder weichen. Auch die liebevoll geschmückten Christbäume verlieren ihr buntes Kleid, Kugeln und Lichterketten werden sorgsam bis zum kommenden Dezember in Kisten und Kellern verschwinden.

Doch dann stellt sich die Frage: Wohin mit dem kahlen Grün? In den vergangenen Jahren wurden die ausgedienten Bäume von Jugendgruppen, Vereinen oder der freiwilligen Feuerwehr gegen eine Spende eingesammelt. Praktisch für die Bevölkerung, gut für die Vereine, die damit ihr oftmals knappes Budget aufbesserten.

In diesem Jahr ist alles anders: Unter der geltenden Corona-Verordnung seien Vereinssammlungen nicht durchführbar, informierte der Landkreistag die Landratsämter in einem Schreiben. Doch wohin dann mit dem Baum? Die Fränkischen Nachrichten fragten in den Städten und Gemeinden des südlichen Main-Tauber-Kreises nach:

Bad Mergentheim

In Bad Mergentheim wurden die meisten Sammelaktionen für alte Weihnachtsbäume wegen Corona abgesagt. In der Kernstadt beispielsweise dürfen deshalb keine Bäume einfach an den Straßen abgelegt werden, da diese niemand abholen wird. Lediglich in einzelnen Stadtteilen gäbe es auch in diesem Jahr entsprechende Initiativen, die jedoch vor Ort bereits kommuniziert wurden. Alle anderen Haushalte in Kernstadt und Teilorten sind für die Entsorgung des Weihnachtsbaumes (beispielsweise zerkleinert über die Biotonne) selbst verantwortlich. Zudem gibt es ferner eine Initiative der katholischen Jugend Bad Mergentheim, die am Samstag, 9. Januar, von 9 bis 16 Uhr Bäume am Gelände des städtischen Bauhofs (Wilhelm-Frank-Straße 66) gegen eine Spende entgegennimmt. Es sei jedoch nicht zulässig, bereits vor Beginn der Sammelaktion oder nach 16 Uhr noch Weihnachtsbäume am Bauhof abzulegen, so die Stadtverwaltung. Wer spenden möchte, kann dieses im katholischen Pfarrbüro am Ledermarkt 12 tun. Der Erlös geht an eine Schule in Peru und an Kinder in einem Krankenhaus bei Lima.

Igersheim

Die Gemeinde Igersheim teilte auf Anfrage der Fränkischen Nachrichten mit, dass alle Bürgerinnen und Bürger vom 15. bis 18. Januar täglich von 8 bis 18 Uhr ihre Bäume an der Grünbox/Parkplatz am Neuen Sportplatz abgeben können. Am Montag, 18. Januar, muss der Baum bis 15 Uhr angeliefert werden.

Weikersheim

In Weikersheim wurden bislang die Christbaum-Sammelaktionen von der Katholischen Kirchengemeinde organisiert, die aber ebenfalls in diesem Jahr abgesagt wurden, so meldet die Stadtverwaltung Weikersheim. Für alle Bürgerinnen und Bürger, die ihren Baum nicht über die Biotonne entsorgen wollen, bleibt nur die Fahrt zum nächstgelegenen kreiseigenen Kompostplatz in Bad Mergentheim oder Creglingen.

Wer bereits eine Spende an die Katholische Kirchenpflege für die Christbaum-Sammelaktion überwiesen hat, kann sich bis spätestens 15. Januar per E-mail an „zumkostbarenblut.weikerseim@nbk.drs.de“ wenden und die Spende zurückfordern. Nach diesem Termin werden die verbliebenen Spenden an die Pflegekräfte im Main-Tauber-Kreis weitergegeben.

Niederstetten

Auch in Niederstetten findet die Haustür-Sammelaktion nicht statt. Die Jugendfeuerwehr der Stadt Niederstetten wird jedoch stattdessen am Samstag, 9. Januar, von 9 bis 12 Uhr eine Abgabestelle auf dem Frickentalplatz einrichten. Hier kann gegen eine Spende und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln der ausgediente Baum entsorgt werden.

Creglingen

Christbaum-Sammelaktionen wurden auch in den vergangenen Jahren in der Stadt Creglingen nicht angeboten.

Doch wohin mit dem Baum? „In Creglingen haben viele Bürgerinnen und Bürger noch einen Garten, in dem sie den ausgedienten Baum zweckentfremdet einsetzen könnten“, lautet es aus dem Rathaus. Und sollte der Garten fehlen, bleibt noch die Entsorgung über die Biotonne oder den Kreis-Kompostplatz Richtung Streichental.

Übrigens: Die Stadt Heilbronn schließt sich der Corona-Verordnung zum Verbot der Vereinssammlungen nicht an und hat solche für Samstag, 9. Januar, angekündigt. Für Vereine seien solche Aktion besonders wichtig, um Spenden zu sammeln.