Main-Tauber

Wirtschaftsministerium Bildungsgang Ausbildung dual wird in drei Schulen des Main-Tauber-Kreises eingeführt / Regionales Management in Stadtverwaltungen und Landratsämtern

Übergang von der Schule in den Beruf: Landkreise erhalten 100 000 Euro Förderung

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium fördert ab dem Schuljahr 2020/2021 sieben neue Modellregionen im Rahmen der „Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf“. Von den rund 500 000 Euro fließen circa 89 000 Euro in den Main-Tauber- und 11 750 Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis.

Konkret werden ab dem kommenden Schuljahr die Berufliche Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung in Bad Mergentheim, das Berufliches Schulzentrum in Wertheim und die Gewerbliche Schule in Tauberbischofsheim gefördert. Im Neckar-Odenwald-Kreis fließt die Subvention ab März 2021.

Im Main-Tauber-Kreis wird an den drei Schulen der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) für Jugendliche mit Förderbedarf eingeführt. Gefördert wird dabei die Betreuung der Jugendlichen durch AVdual-Begleiter. Diese helfen den Jugendlichen dabei, Betriebspraktika zu bekommen, unterstützen sie bei Vorbereitung und Durchführung von Praktika sowie bei der Vermittlung in eine Ausbildung. „Eine Besonderheit am Bildungsgang AVdual sind die umfangreichen Praxisphasen im Betrieb“, teilt Prof. Wolfgang Reinhart mit, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise sei das Programm besonders wichtig, da sich viele Schulabgänger nicht wie üblich über Termine und Veranstaltungen wie Job-Messen informieren konnten. Nach einem Jahr gelingt 35 Prozent der Absolventen der Übergang in eine Ausbildung. Darüber hinaus schaffen etwa weitere sechs Prozent den Einstieg in den Arbeitsmarkt, zum Beispiel durch eine Einstiegsqualifizierung, teilt das Wirtschaftsministerium mit. „Angesichts der Tatsache, dass über 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler bei Eintritt in den Bildungsgang keinen Schulabschluss haben, ist dies ein wirklich beachtlicher Erfolg“, lobte die Wirtschafts-Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Auch die intensive Zusammenarbeit mit den Stadt- und Landkreisen trage einen großen Teil zum Gelingen der Neugestaltung bei.

Das Gesamtkonzept für den Modellversuch „Neugestaltung Übergang Schule - Beruf“ wurde von den Partnern des Ausbildungsbündnisses (Land, Wirtschaft, Gewerkschaften, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und kommunale Spitzenverbände) erarbeitet. Das Konzept beinhaltet insbesondere auch die Einrichtung eines regionalen Übergangsmanagements (RÜM) bei den Stadt- und Landkreisverwaltungen. Das Wirtschaftsministerium fördert die Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf im Schuljahr 2020/2021 mit insgesamt 3,8 Millionen Euro. Weitere Informationen unter www.uebergangschuleberuf-bw.de im Internet. pm