Main-Tauber

Dampfzugsonderfahrt Rund 560 Gäste reisten nach Coburg

„Tolle Botschafterfunktion“

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte Würzburg und der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ boten eine Dampfzugsonderfahrt nach Coburg an. Rund 560 Fahrgäste reisten in die fränkische Stadt. Gezogen wurde der Zug von einer Dampflok der Hohenzollernlandesbahn der Baureihe 52.

Nach der Wasserbetankung in Lauda ging es bei bestem Wetter mit einer leichten Verspätung los. Stationen im Taubertal waren die Bahnhöfe in Tauberbischofsheim, Lauda, Grünsfeld und Wittighausen. Zahlreiche Fahrgäste freuten sich, dass die Frankenbahnstrecke nach der Tunnelsanierung bei Wittighausen wieder in Betrieb genommen ist. Der Zustieg war schließlich auch in Würzburg möglich.

Zehn Wagen aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren waren an die Lok angehängt und spiegelten die Eisenbahngeschichte wider. „Von der ersten Klasse über die zweite Klasse bis hin zur dritten, im Volksmund Holzklasse getauft, war alles dabei“, erklärt Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband.

In Coburg wurden die Gäste von der zweiten Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber empfangen. Sie freute sich über die illustre Reiseschar und wünschte einen schönen Aufenthalt. Mit Stolz berichtet sie, dass die rund 43 000 Einwohner zählende Stadt rund 60 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu bieten habe. Die Fahrteilnehmer schlossen sich den Stadtführern an und erlebten so die erlebenswerte Stadt. Dazu gehörten die Residenz, der Marktplatz, das Theater, die Veste und auch die große Stadtkirche. Coburg ist seit Luther evangelisch und dies wurde in dem beeindruckenden Altar der Stadtkirche nachempfunden. Dort sind in Bildern biblische Geschichten dargestellt, beispielsweise die Geschichte von Jesu auf Erden.

Nach dem Aufenthalt in Coburg ging es wieder zurück Richtung „Liebliches Taubertal“. Nochmals wurde das Dampfzugerlebnis genossen. Stolz behauptete das Dampfross seinen Platz im Vergleich zu den schnelleren ICE- oder Regionalexpresszügen, die mitunter rasant vorbeizogen. Beliebt war auch der Treffpunkt im Speisewagen, der dank der Helfer der Dampflokfreunde Würzburg wieder mit einer umfangreichen Getränke- und Speisenauswahl bestückt war. Gegen Abend wurden Lauda und Tauberbischofsheim erreicht. „Diese Dampfzugsonderreise hat erneut eine tolle Botschafterfunktion für das ‚Liebliche Taubertal’ übernommen“, sagte abschließend Geschäftsführer Jochen Müssig.

Die nächste Dampfzugsonderfahrt ist am Sonntag, 26. April, nach Mannheim vorgesehen. Der übliche April-Termin war in diesem Jahr aufgrund der Tunnelsperrung bei Wittighausen nicht möglich. Karten für das Ereignis sind ab November erhältlich. tlt