Main-Tauber

Corona-Pandemie Zentrum Rot am See für Main-Tauber-Kreis zuständig / Mobile Teams warten auf weiteren Impfstoff für Einsätze / „Online-Buchung“ unkompliziert

Termine für Pflegeheime noch unklar

Archivartikel

Vom Impfzentrum Rot am See aus ist die zentrale Corona-Impfaktion für Nord-Württemberg angelaufen. Menschen in Pflegeheimen im Main-Tauber-Kreis müssen sich aber noch in Geduld üben.

Main-Tauber-Kreis.Bevor ab Mitte Januar die so genannten Kreisimpfzentren (für die hiesige Region in Bad Mergentheim) in Betrieb gehen, ist das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) in Rot am See auch für den Landkreis Main-Tauber zuständig.

Auf dem Gelände der Firma Hanselmann in Rot am See wurden innerhalb weniger Tage die baulichen Voraussetzungen für ein Zentrales Impfzentrum geschaffen (die FN berichteten). Von dort aus werden Einwohner aus dem Landkreis Schwäbisch Hall, aus Stadt- und Landkreis Heilbronn, dem Hohenlohekreis sowie dem Main-Tauber-Kreis geimpft. Das entspricht laut Landratsamt Schwäbisch Hall einem Einzugsgebiet von rund 850 000 Einwohnern. Personelle Unterstützung erhält das ZIZ durch das Deutsche Rote Kreuz und die Bundeswehr.

Nach der Impf-Verordnung des Bundes wird schrittweise geimpft: Denn zuerst müssen Menschen geschützt werden, die das höchste Risiko haben. Natürlich sei es das Ziel, dass nach und nach allen Menschen ein gleichberechtigter Zugang zu der Corona-Schutzimpfung gewähr–leistet wird. Priorisiert geimpft werden Bürger, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken.

Weil die Maßnahme gerade erst angelaufen ist, können noch keine genauen Angaben gemacht werden, wann etwa Pflegeheime im Main-Tauber-Kreis für Impftermine angefahren würden, hieß es am Montag von der Pressestelle des Haller Landkreises. Die Pflegeeinrichtungen würde aber zeitnah vorab über mögliche Termine informiert. Prinzipiell ist Rot am See für den gesamten Main-Tauber-Kreis mit zuständig.

Igersheimer Paar bereits geimpft

Wie die FN aktuell von einem Leser-Ehepaar aus Igersheim erfuhren, sei telefonisch nur sehr schwer jemand für ein Erstgespräch zu erreichen. Über eine Online-Terminvergabe habe es aber sehr schnell mit einem Termin funktioniert. Bereits am Montag konnte das Paar vor Ort in Rot am See sein und hat seine erste Impfdosis schnell erhalten. Größere Wartezeiten habe es dort nicht gegeben, alles sei zügig verlaufen.

„Die Verfügbarkeit des Impfstoff ist zu Beginn sehr begrenzt“, vermeldet das Sozialministerium in Stuttgart und verweist auf mögliche Wartezeiten. Es würden nach und nach mit weiteren Impfstofflieferungen neue Termine in den Zentren bzw. Außentermine durch die mobilen Teams angeboten werden können. Für einen wirksamen Schutz sind zwei Impf-Termine notwendig. Hierbei sollte ein Zeitraum von 21 Tagen zwischen den beiden Impfungen nicht unterschritten, aber auch nicht wesentlich überschritten werden.

Anspruch auf eine Covid-19-Schutzimpfung haben derzeit nach der Verordnung des Bundes vor allem Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Die endgültige Prüfung des Anspruchs auf eine Impfung findet vor Ort im jeweiligen Impfzentrum statt. Hierzu müssen Bürgerinnen und Bürger am Tag der Impfung ihren Ausweis sowie die elektronische Gesundheitskarte mitbringen. Die Impfung ist kostenfrei.

Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind oder dort arbeiten, bekommen über die mobilen Impfteams die Möglichkeit einer Impfung und benötigen keinen Termin in einem Impfzentrum.

Mittelfristig soll dann die Verimpfung in der Regelversorgung (in den niedergelassenen Arztpraxen) stattfinden.