Main-Tauber

Landtagswahl am 14. März Mitglieder nominierten bei Aufstellungsversammlung Gastronom Stefan Kempf als Ersatzkandidat

Stefan Grimm geht für die Freien Wähler ins Rennen

Main-Tauber-Kreis.Stefan Grimm aus Külsheim tritt im Wahlkreis Main-Tauber bei der Landtagswahl am 14. März für die Freien Wähler als Direktkandidat an. Der 43-jährige Diplom-Betriebswirt (BA) und Vater von vier Kindern wurde bei der Nominierungsveranstaltung im Restaurant „Ionis“ in Tauberbischofsheim einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Ebenfalls ohne Gegenstimmen nominierte die Versammlung den selbstständigen Gastronomen Stefan Kempf (41) aus Wertheim als Ersatzkandidat.

Wie es in der Mitteilung der Freien Wähler heißt, setzt sich Stefan Grimm seit 2004 als Stadtrat in Külsheim und seit 2019 im Kreistag für die Belange der Bevölkerung ein. „Für eine immer komplexere Welt gibt es keine einfachen Lösungen. Wenn man dann noch durch parteiliche oder ideologische Scheuklappen in der Lösungsfindung eingeschränkt ist, wird das nichts. Ohne Fraktionszwang können wir als Freie Wähler unsere eigene Meinung einbringen und die besten Lösungen auch aus anderen Lagern unterstützen“, erklärt er.

Beruflich leitet Grimm Projektteams, die IT-Lösungen für die Unternehmensplanung und -steuerung vorwiegend in der Automobilindustrie einführen. Nach seiner Erfahrung seien kleine und mittlere Unternehmen und Familienbetriebe das Rückgrat des Landes. „Sie planen und denken langfristig. In der Politik habe ich häufig das Gefühl, dass vordergründig an die nächste Wiederwahl gedacht wird.“ Damit bleibe Nachhaltigkeit und damit langfristiger Erfolg auf der Strecke.

Jobverlust durch E-Mobilität

Den rasanten Wechsel zur E-Mobilität hält Grimm für falsch: finanziell und ökologisch. Das werde Baden-Württemberg tausende Jobs kosten und mit dem aktuellen Strommix der Umwelt nicht viel bringen. Solch grundlegende Änderungen müsse die Politik über viele Jahre stetig und konsequent, mutig und mit viel Überzeugungsarbeit angehen und einfordern.

Als ehemaliger Vorsitzender der DLRG Külsheim liegen Grimm die ehrenamtliche Vereinsarbeit und der Erhalt der Schwimmbäder sehr am Herzen. „Mein Vater hat seinerzeit mit einem Strick um den Bauch in der Tauber Schwimmen gelernt“, blickt er zurück. „Wenn nach den politischen Absichtserklärungen wie bisher keine Taten folgen, sind wir bald wieder soweit.“

Ein Wunsch Grimms lautet „Mit den Freien Wählern die AfD aus dem Landtag zu werfen. Rechtes Gedankengut darf in unserem Land keinen Platz haben.“

Stefan Kempf, der seit 2019 im Kreistag und seit 2014 als Stadtrat in Wertheim aktiv ist, geht als Ersatzkandidat ins Rennen. Er ist „von den etablierten Parteien enttäuscht. Deshalb gehen wir neue Wege. Wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich das - auch wenn ich damit anecke.“ Er ist überzeugt, dass sich die „bodenständige, pragmatische und ausschließlich an der Sache orientierte kommunale Arbeit durch die Freien Wähler auch in die Landespolitik übertragen lasse.“

Beide Kandidaten „stehen für die bürgernahe, lokal verankerte Politik der Freien Wähler“, erklärte Holger Fritz, der die Aufstellungsversammlung leitete.