Main-Tauber

Fortbildung Lehrer der Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung bereiteten sich auf die neue Pflegeausbildung vor

Start in die Generalistik stellt Team vor Herausforderungen

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Das neue Pflegeberufegesetz tritt im Januar in Kraft. Damit ändern sich die Rahmenbedingungen in der Pflegeausbildung. Die neue generalistische Ausbildung soll die drei Berufsbereiche „Altenpflege“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ sowie „Gesundheits- und Krankenpflege“ zu einem neuen Berufsbild vereinen.

Das bedeutet für alle Schulen des Pflegebereichs große Veränderungen. Hierzu tritt auch ein neuer Lehrplan in Kraft. Die neuen Informationen hierzu erhielten die Fachlehrer der Berufsfachschule für Altenpflege der EPE direkt vom Fachberater Pflege Wolfgang Kurz. Er klärt die Schulen im Namen des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport über den aktuellen Stand der Entwicklungen auf. Für die Fachlehrer Patrizia Cappello, Stefanie Grimm, Anke Müller, Sandra Schler und Roland Stammel brachte die Fortbildung neue Impulse im Bereich der Methoden zur Leistungserhebung, um in Zukunft noch mehr kompetenzorientiert zu arbeiten. Im Austausch mit Wolfgang Kurz wurden auch die Fortschritte bei der Implementierung der generalistischen Pflegeausbildung besprochen. Dieser neuen Aufgabe sehen die Lehrer der Abteilung Pflege der Beruflichen Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung (EPE) mit Motivation entgegen.

Die Berufsfachschule in Bad Mergentheim bietet seit 1989 die Ausbildung zum Altenpfleger und zum Altenpflegehelfer an. Erfahrung und akademisch qualifizierte Lehrkräfte der Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Psychologie, Biologie und Gerontologie garantieren eine hohe Ausbildungsqualität, und viele der Lehrenden haben selbst eine der Generalistik ähnliche Ausbildung genossen und bringen dadurch die notwendigen praktischen und theoretischen Kompetenzen mit.

Zudem bietet die EPE ideale Bedingungen für die Ausbildung der zukünftigen Pflegefachfkräfte.

Die Schule verfügt über ein neu gebautes Fachraumzentrum mit Pflegebad, die Unterrichtsräume sind mit der neuesten Technik ausgestattet, und weitere Anschaffungen zum kompetenzorientierten Unterrichten, wie technisierte Modelle sind geplant. Weiterhin bietet die Berufsfachschule wichtige Unterstützungsangebote, wie eine Beratungslehrerin, Präventionslehrkräfte und eine Jugendsozialarbeiterin. So stand die Fortbildung auch als Auftaktveranstaltung für weitere arbeitsintensive Treffen mit dem Fachberater.

Nach einem produktiven Fortbildungstag bestärkte Wolfgang Kurz die Lehrkräfte die Herausforderungen anzugehen und lobte den Teamgeist der Gruppe. Abschließend unterstrich Kurz noch einmal die Wichtigkeit der Lehrtätigkeit in diesem Bereich. Schließlich hänge von der Ausbildungsqualität die pflegerische Versorgung der Menschen im Main-Tauber-Kreis und darüber hinaus ab. Kurz: „Unsere Absolventen gehen in die Praxis – wir unterrichten hier nicht Kreisklasse, sondern die Champions League.“