Main-Tauber

Tourismus Ein Gang durch das Taubertal ist ein Gang durch die deutsche Geschichte

Sonnigen Herbst jetzt genießen

Archivartikel

Das Taubertal wird nun Tag für Tag bunter. Die Natur wechselt von ihrem grünen in ein vielfarbiges Kleid – eine ideale Zeit, um auf dem Panoramaweg Taubertal diese Kulturlandschaft zu genießen.

Main-Tauber-Kreis. Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ begeistert in jedem Jahr Radler und Wanderer mit ihrer natürlichen Pracht und der Gastfreundschaft der Menschen. Dies stellte auch Professor Wilhelm Heinrich Riehl bei seiner Wanderung im farbig sonnigen Herbst des Jahres 1865 fest. Diese Begeisterung dokumentierte er in seiner Reisebeschreibung. „Ein Gang durchs Taubertal ist ein Gang durch die deutsche Geschichte, ist heute noch ein Gang durchs alte Reich“, formulierte er.

Begeisterung nachempfinden

Zu diesem Gang durch das „Liebliche Taubertal“ ruft der Tourismusverband gemeinsam mit seinen Mitgliedstädten und -gemeinden auf. „Bei einer Wanderung von Rothenburg bis nach Freudenberg kann Riehls Begeisterung auch heute noch wunderbar nachempfunden werden. Dazu tragen die Natur, die kulturellen Sehenswürdigkeiten, das kulinarische Profil und die Gastfreundschaft der Menschen bei“, erklärt Geschäftsführer Jochen Müssig. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden, Landrat Reinhard Frank, empfiehlt er deshalb jetzt Wanderfreunden, die herrlichen Herbsttage für eine Wanderung im Taubertal zu nutzen.

Der Panoramaweg Taubertal ist insgesamt in fünf Etappen gegliedert: Etappe 1, Rothenburg – Creglingen: „Durchs Tal der Mühlen“, 21,8 Kilometer, Etappe 2, Creglingen – Bad Mergentheim: „Schlösser, Wald und Wein“, 31,9 Kilometer, Etappe 3, Bad Mergentheim – Tauberbischofsheim: „Zu Bocksbeutel und Madonnen“, 27,9 Kilometer, Etappe 4, Tauberbischofsheim – Wertheim: „Terrassen und Buntsandstein“, 25,7 Kilometer, Etappe 5, Wertheim – Freudenberg: „Burgruinen säumen den Main“, 26,0 Kilometer.

Innerhalb jeder Etappe sind auch Zwischenübernachtungen möglich. So ist eine Wanderung auf dem Panoramaweg auch für Familien und ältere Menschen bequem möglich. Zudem besteht die Möglichkeit, Etappen mit Tauber- oder Maintalbahn und den öffentlichen Bussen abzukürzen.

Auf jeder Etappe wird der natürliche Reiz der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ hautnah erlebt. Das südliche Taubertal ist eine noch sehr natürlich belassene Landschaft. Das Taubertal wird enger, die Tauber selbst ist noch ein schmales Flüsschen. Der Steinriegel und der graue Muschelkalk herrschen vor.

Ab Bad Mergentheim wird das Tal weiter, die Hügel werden noch sanfter und lieblicher. Ab Werbach wird das Taubertal durch den Beginn des roten Buntsandsteines wieder enger. Er begleitet den Wanderer bis nach Freudenberg.

„Immer wieder gibt es herrliche Panoramablicke, welche die Landschaft in ihrer ganzen Pracht, Städte, Gemeinden oder Dörfer zeigen“, schwärmt Geschäftsführer Jochen Müssig weiter.

Selbstverständlich kann bei dieser Wanderung auch die Kultur mit den Burgen, Schlössern, Klöstern und Museen erlebt werden. Es empfiehlt sich deshalb, bei den einzelnen Wanderetappen ausreichend Zeit für die Besichtigung der kulturellen Zeitzeugen einzuplanen. Denn auch Wilhelm Heinrich Riehl war beim Besuch beispielsweise der Schlösser in Weikersheim und Bad Mergentheim, der Burgen in Wertheim und Freudenberg, der Museen in Creglingen und Tauberbischofsheim oder der Altstadt von Rothenburg begeistert.

Nach der Tagesetappe lockt das kulinarische Profil des „Lieblichen Taubertals“. „Edle Weine, an der Tauber gebraute Biere und herrliche Speisen aus regionalen Produkten bereichern die Speisekarte“, sagt Landrat Reinhard Frank.

Informationen zum Panoramawanderweg Taubertal gibt es für Interessierte unter www.liebliches-taubertal.de oder in gedruckter Form beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825805 und -5806, E-Mail touristik@liebliches-taubertal.de, Internet www.liebliches-taubertal.de. tlt