Main-Tauber

Coronavirus Zahl der Infektionen steigt auf 70

Sieben neue Fälle im Landkreis

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist am Mittwoch im Main-Tauber-Kreis um sieben Fälle auf insgesamt 70 gestiegen.

Im benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis wurden am Mittwoch fünf neue Fälle gemeldet – dort wurden bisher 50 Personen nachweislich mit dem Virus infiziert – eine 91-jährige Frau ist inzwischen an den Folgen der Infektion gestorben (die FN berichteten).

Die neu betroffenen Personen im Main-Tauber-Kreis leben im Gebiet der Kommunen Wertheim, Freudenberg, Werbach, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Igersheim. „Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung. Für die anderen Personen wird häusliche Isolation angeordnet. Ihre Kontaktpersonen werden ermittelt“, so Pressesprecher Markus Moll.

Rund ein Drittel wieder gesund

Aber nicht nur die Zahl der neuen Fälle, auch die Zahl der genesenen Infizierten steigt nach Angaben des Landratsamts täglich. „Mittlerweile ist rund ein Drittel der positiv getesteten Personen wieder gesund, konnte die häusliche Isolation verlassen und zum Beispiel wieder ins Erwerbsleben zurückkehren. Für sie gelten damit nunmehr die gleichen Regeln wie derzeit für alle anderen Menschen: Alle sozialen Kontakte sollten nach Möglichkeit vermieden werden, auf Hygiene ist besonders zu achten, zum Beispiel durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen.“

Das Robert-Koch-Institut hat kürzlich neue Empfehlungen veröffentlicht, wann nach einer Coronavirus-Infektion, bei der keine Krankenhausbehandlung erforderlich war, die häusliche Isolation beendet werden kann. Dies ist der Fall, wenn mindestens 14 Tage seit Symptombeginn vergangen sind und die Betroffenen mindestens 48 Stunden symptomfrei – bezogen auf die akute Covid-19-Erkrankung – geblieben sind.

Nach Informationen der FN fragt die Integrierte Leitstelle in Bad Mergentheim inzwischen bei jedem angeforderten Einsatz ab, ob Hinweise auf eine Coronavirus-Infektion beim Patienten vorliegen. Die Rettungswagenbesatzungen wiederholen diese Frage auch nochmals vor Ort. Ziel ist, dass kein Einsatz bei einem Verdachtsfall ohne erforderliche Schutzmaßnahmen stattfindet.

„Deshalb müssen die Fragen der Leitstellen-Mitarbeiter sowie die der Rettungsdienst-Mitarbeiter unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bürger, die hier nicht richtige oder unvollständige Angaben machen, bringen die Funktionsfähigkeit des Rettungsdiensts in Gefahr. Wir brauchen unsere Rettungsdienstmitarbeiter und Ersthelfer gesund und hochengagiert, nur so können sie für uns alle gute Arbeit leisten. Hier appelliere ich dringend an die Solidarität und das Verantwortungsbewusstsein aller Bürger“, so Landrat Reinhard Frank.

Unterdessen hat das Land seine Auslegungshinweise zur Schließung von Einrichtungen und Ladengeschäften aktualisiert. Dabei wurde klargestellt, dass auch Lkw-Fahrschulen derzeit geschlossen bleiben müssen. Weitere Informationen gibt es im Internet (www.main-tauber-kreis.de/coronavirus). Bild: dpa

Info: Alle Berichte und einen Liveticker zum Thema Coronavirus finden Sie in einem Dossier im Internet (www.fnweb.de).