Main-Tauber

Wirtschaftsförderung Virtuelle Konferenz mit den Kommunen und den wirtschaftlichen Einrichtungen / Imagefilme unterstützen Karrierechancen

Schwerpunkte für kommende Zeit festgelegt

Die Wirtschaftsförderung Main-Tauber setzt weiterhin auf die Themen „Karriere daheim“, „Zukunft Main-Tauber“ und „Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Wirtschaftsstruktur“.

Main-Tauber-Kreis. Im Rahmen dieses breiten Aufgabenfeldes fand eine virtuelle Arbeitssitzung mit den Vertretern der Städte und Gemeinden und wirtschaftsnahen Institutionen statt. Dabei ging es um die Einrichtung digitaler Informationswege, um die Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis, sowie um die Weiterentwicklung der Förderprogramme „Leader“ und Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) sowie um den Ausbau der Breitbandinfrastruktur.

Gelungene Pilotveranstaltung

Zu Beginn der Arbeitssitzung, bei der zahlreiche Bürgermeister, Vertreter der Wirtschaft, der Institutionen und der Bankenwelt teilnahmen, stand der Bericht über die erste Digitale Ausbildungsmesse im Main-Tauber-Kreis auf der Tagesordnung. Hierzu berichtete Geschäftsführer Jochen Eichelmann von den Fränkischen Nachrichten über den Erfolg dieser Pilotveranstaltung.

Insgesamt hatten rund 50 Firmen und mehr als 530 Schüler die Gelegenheit zum digitalen Austausch genutzt. Es kam zu rund 1150 Gesprächen zwischen Bewerbern und Ausbildungsbetrieben.

Dezernent Jochen Müssig dankte den Fränkischen Nachrichten für diese Initiative und freut sich darauf, dass im Oktober 2021 diese hybride Veranstaltung fortgesetzt wird. Mitte des Jahres 2021 ist zudem eine digitale Jobmesse zur Information über mögliche Arbeitsplätze geplant.

Breiten Raum nahmen auch die Impulsvorträge zu den Themenbereichen „Kommunenfunk“ und „Digitales Dorf“ ein. Dennis Schmalacker vom Unternehmen Kommunenfunk berichtete über die Vorgehensweise.

Über den Kommunenfunk soll der digitale Austausch zwischen Rathaus sowie Bürgern vorangebracht werden.

Neben der allgemeinen Information ist es auch notwendig, die Bürger für eine Beteiligung zu begeistern und den Informationsaustausch über digitale Wege voranzubringen. Ähnlich gelagert ist auch das Projekt „Digitales Dorf“, welches durch das Fraunhofer Institut mit Sitz in Kaiserslautern gegenwärtig in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. Dieses Projekt ist auch auf Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg übertragbar.

Annika Meier informierte, dass durch das Fraunhofer Institut Möglichkeiten für das digitale Leben in den Kommunen erforscht werden. Dabei geht es um das digitale Dorf, einen Marktplatz zum digitalen Austausch. Dieser Marktplatz soll die Schwerpunkte Nahversorgung, kommunale Verwaltung und Kommunikation der Bürger untereinander und mit dem Rathaus oder auch den Unternehmen vereinfachen.

Für diesen Austausch gibt es unterschiedliche Kanäle. Diese befassen sich mit dem Informationsaustausch der Bürger untereinander und mit Gemeindenachrichten. Es gibt auch einen Kanal für private Nachrichten, Events, für Gruppen und letztendlich auch den Kanal „Sags uns“.

„Der digitale Austausch zwischen Rathaus und Bürgerinnen und Bürgern zu unterschiedlichen Gruppierungen wird immer wichtiger“, sagte Dezernent Müssig. „Dies zeigt auch gerade die Corona-Pandemie. Gefordert sind persönlicher Abstand und die Begrenzung von privaten Kontakten“, erklärte Müssig weiter. Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises beabsichtigt deshalb, die Einführung dieses digitalen Informationsaustausches auch auf Kreisebene zu prüfen.

Dezernent Jochen Müssig und Amtsleiter Rico Neubert stellten die Arbeit der Wirtschaftsförderung der zurückliegenden Monate und der nahen Zukunft vor. Eingegangen wurde auf die engagierte Pressearbeit und die Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis. Schwerpunkte wurden hierbei im Binnenmarkt und in den angrenzenden Regionen gesetzt, stets mit dem Ziel, junge Familien für einen Zuzug in den Main-Tauber-Kreis zu begeistern und junge Menschen auf die Möglichkeiten der beruflichen Karriere daheim hinzuweisen.

Hierzu wurden neue Broschüren erstellt beziehungsweise aktualisiert. Die Titel lauten „Leben und Arbeiten bei den Weltmarktführern“ „Karriere daheim“, „Standortdaten im Überblick“ und „Einkaufen bei Direktvermarktern“. Die letztgenannte Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt des Landkreises erstellt.

Einige Maßnahmen abgesagt

Coronabedingt mussten einige Vertriebsmaßnahmen abgesagt werden, beispielsweise die Hochschulkontaktmessen in Aschaffenburg, Würzburg-Schweinfurt und Würzburg oder die Messe Expo Real in München. Ebenso konnten der geplante Kreishandwerkerempfang und der Energie- und Mobilitätswendetag nicht durchgeführt werden. „Wir werden diese Veranstaltungen im Jahr 2021 nachholen und rechtzeitig die Termine bekanntgeben“, sagte Dezernent Jochen Müssig.

In den zurückliegenden Monaten wurden drei kurze Imagefilme entwickelt. Diese werden in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie gehen auf die exzellenten beruflichen Karrierechancen in den Unternehmen und Handwerksbetrieben des Landkreises und auf die Familienfreundlichkeit ein.

Der Tätigkeitsbericht der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises wurde mit einer Information zum Programmjahr 2021 des Entwicklungsprogrammes Ländlicher Raum (ELR) und zum weiteren Vorgehen bei „Leader“ ergänzt.

Die Zahl der Anträge im ELR ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal um zehn weitere Projekte angestiegen und umfasste in diesem Jahr 105 Anträge aus dem kommunalen, privatgewerblichen und privaten Bereich. Es steht ein Zuschusswunsch von 6,3 Millionen Euro im Raum. Dies ergibt sich aus einem beachtenswerten Investitionsvolumen von 47,2 Millionen Euro. Die Wirtschaftsförderung hofft nun, dass durch das Regierungspräsidium Stuttgart und das Ministerium Ländlicher Raum möglichst viele Maßnahmen bewilligt werden. Bei „Leader“ wird es zu einer erneuten Bewerbung für die Kulissen Hohenlohe-Tauber und Badisch-Franken kommen.

Zum Abschluss der Arbeitssitzung Wirtschaftsförderung wurde über den Sachstand Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis und Mobilfunkausbau informiert. Erfreut berichteten die Vertreter der Wirtschaftsförderung, dass sowohl Telekom als auch Vodafone weitere Mobilfunkstandorte mit der LTE- beziehungsweise 5G-Technik aufgerüstet haben. Die Bürgermeisterämter wurden nochmals gebeten, geeignete Grundstücke für Mobilfunkmasten zu benennen, um die Mobilfunkversorgung im Landkreis zu verbessern.

Erfolgreiche Initiativen

Über die erfolgreichen Initiativen der Energieagentur im Sinne des Klimaschutzes und der Gewinnung regenerativer Energie durch Solartechnik und Energieeffizienz wurde informiert.

Der Anteil der Solardachenergie steigt weiter. Ebenso sind bei der Freiflächenphotovoltaik einige Projekte in der Umsetzungsphase. Inzwischen wurden 14 Energiebotschafter ausgebildet und geschult. In Kürze werden sie die Arbeit in den Städten und Gemeinden aufnehmen.

Dezernent Jochen Müssig lud abschließend im Namen von Landrat Reinhard Frank zur Verleihung des Zukunftspreises Main-Tauber am 9. Februar 2021 ein. Die Einladung erfolgte vorbehaltlich der Regelungen im Rahmen der Corona-Pandemie.