Main-Tauber

Arbeitsagentur Es geht um Kurzarbeitergeld

Schriftlich beantragen

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Wenn ein Betrieb in einem Monat tatsächlich Kurzarbeit einführt, zahlt er neben dem Lohn für geleistete Arbeit auch das Kurzarbeitergeld an die Beschäftigten aus. Er sendet anschließend eine Abrechnungsliste mit den Namen aller Kurzarbeitenden und dem konkreten Arbeitsausfall für jeden Beschäftigten an die Arbeitsagentur. Dafür hat er gesetzlich bis zu drei Monate Zeit.

Nachdem die Unterlagen eingegangen sind, werden sie geprüft und das Kurzarbeitergeld an das Unternehmen ausgezahlt. Auszahlungsanträge auf Kurzarbeitergeld dürfen erst nach Ablauf des Monats eingereicht werden, für den Kurzarbeitergeld abgerechnet wird.

Die Praxis zeigt, dass entgegen der Planungen noch bis zum letzten Tag des Monats Änderungen in der tatsächlichen Umsetzung der Kurzarbeit eintreten können.

Deshalb dürfen Abrechnungen der Arbeitgeber für den laufenden Monat nicht mehr direkt bearbeitet werden. Die Antragsunterlagen müssen im Folgemonat erneut eingereicht werden, oder es wird im Folgemonat eine separate Erklärung benötigt, dass keine Änderungen vorliegen.

Um für beide Seiten unnötige Doppelarbeiten zu ersparen, sollten Abrechnungen auf Kurzarbeitergeld frühestens zum ersten Kalendertag des Folgemonats an die Agentur für Arbeit gesandt werden.

Damit ein Betrieb Anspruch auf Kurzarbeitergeld hat, muss er in jedem Fall zuerst Kurzarbeit anzeigen. Das bedeutet, die Anzeige muss bis zum Ablauf des Monats erfolgen, in dem erstmals Kurzarbeit eingeführt wird. Diese Pflicht besteht weiterhin und unabhängig von der späteren Abrechnung.

Sowohl die Anzeige als auch die Beantragung von Kurzarbeitergeld sind schnell, sicher und jederzeit online möglich.

Umfangreiche Informationen zu Kurzarbeit und zu den erleichterten Regelungen können die Verantwortlichen der Betriebe und Beschäftigte unter www.arbeitsagentur.de nachlesen, wie es abschließend in einem Bericht der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim heißt.