Main-Tauber

Bürgermeister-Kandidatin in Röttingen Petra Süsens stellte sich im Weingut Bach vor / 58-Jährige will Wirtschaft in der Landstadt fördern

Schaffung von Wohnraum für Senioren steht ganz weit oben auf der Agenda

Röttingen.Große Resonanz fand die Vorstellung der Bürgermeisterkandidatin der Unabhängigen Bürger Röttingens (UBR). Das Weingut Bach konnte gar nicht alle Interessenten aufnehmen, die sich einen Eindruck von der Bewerberin machen wollten. So mussten einige Bürger draußen bleiben.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den dritten Bürgermeister Steffen Romstöck hatte die Kandidatin Petra Süsens das Wort. Eingangs verriet die 58-Jährige, warum sie sich überhaupt für eine Kandidatur in Röttingen beworben hat. Nach ihren Recherchen biete die Landstadt sehr viel und stehe auf vielen Säulen. In ihrer Vorstellung gab die Verwaltungsfachwirtin anschließend einen kurzen Abriss über ihre vielfältigen Tätigkeiten in Westerstede (Niedersachsen), Markt Indersdorf (Landkreis Dachau) und in der Gemeinde Forstern (Erding).

In puncto Zukunfts-Aufgaben nannte sie auf Nachfrage eingangs pauschal „Röttingen weiter verbessern“. Hier liege ihr in erster Linie am Herzen, das Gespräch mit den Bürgern und dem Gewerbe zu suchen. Sind für sie doch zahlreiche kleine Unternehmen wichtiger als ein großer Betrieb, der bei eventueller Schieflage schnell verschwunden sein kann. Im Bezug auf Neuansiedlungen denke sie vor allem auch an Startup-Unternehmen. Bei der Finanzierung von öffentlichen Projekten setze sie nach Absprache mit dem Kämmerer natürlich mit auf öffentliche Zuschüsse. Ein großes Thema sei für die parteiunabhängige Geschäftsstellenleiterin von Benediktbeuern unter anderem Wohnraum für Senioren schaffen. Dazu zählt sie auch die Behebung von zwei oder drei Missständen in Form von leerstehenden Gebäuden im Taubertalstädtchen. Die Komplexität des Themas sei ihr dabei bewusst. Für sie stehe im Vordergrund, Lösungen mit den Einwohnern zu finden. Bei der anschließenden Diskussionsrunde, in der eine Zuhörerin nach dem Stand über die Zukunft der Grundschule fragte, rückte dieses Thema ungewollt in den Vordergrund und der stellvertretende Bürgermeister Romstöck nahm dazu Stellung, wurde die Bevölkerung bisher doch noch gar nicht über das wichtige Thema informiert. Romstöck bestätigte die Gerüchte über einen Abriss des alten Gebäudes und einen kompletten Neubau mit Kosten in Höhe von rund zwölf Millionen Euro, sei dieser doch günstiger als eine Generalsanierung (wir berichten in kürze). Als man zur Kandidatenvorstellung zurückfand, teilte die Mutter von zwei erwachsenen Kindern mit, bei einer Wahl am 15. März 2020 und wenn es ihre Gesundheit zulasse, gerne zwei Amtsperioden den Rathaussessel belegen zu wollen. Bei einer Wahl wäre sie die erste Bürgermeisterin in Röttingen. Über die Zukunft der Festspiele und weitere spezifische Röttinger Angelegenheiten wollte sie sich nicht ad hoc äußern, fehle ihr doch noch das detaillierte Hintergrundwissen. brun