Main-Tauber

Handwerkskammer Rund 5800 Anträge / Neues Zuschussprogramm

Rund 40 Millionen Euro Soforthilfe Corona

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Nachfrage auf die Soforthilfe Corona war groß. Rund 5800 Anträge sind bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken eingegangen. Insgesamt wurden knapp 40 Millionen Euro an die Handwerksbetriebe der Region von der L-Bank ausbezahlt.

„Wir sind dankbar, dass das Land Baden-Württemberg ein so großes Wirtschaftsförderprogramm umgesetzt hat. Manchen Betrieben, die durch den Shutdown direkt betroffen waren, hat die finanzielle Unterstützung die Existenz gerettet“, sagt Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Betriebe gehen mit der Soforthilfe durchaus ein Risiko ein, weiß Schnörr. „Manche Betriebe haben zur Sicherheit und aus der Not heraus die vollständige Soforthilfe beantragt“, sagt er. „Es gibt Unternehmer, die jetzt feststellen, dass sie die Krise doch nicht so hart, wie zunächst befürchtet, getroffen hat“, ergänzt der Hauptgeschäftsführer. Betrieben, die ihren Liquiditätsvorschuss nun doch nicht in voller Höhe benötigen, rät er, sich schriftlich an die L-Bank zu wenden. Hier sollte man die Vorgangsnummer aus dem Bescheid der L-Bank angeben. Denn: Subventionsbetrug ist strafbar. „Ich möchte den Betrieben keine Angst machen, aber sie dennoch auf ihre Informationspflicht gegenüber der L-Bank hinweisen“, sagt Schnörr.

Überbrückungshilfe

Viele Betriebe haben weiterhin mit fehlenden Einnahmen und den daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Die Bundesregierung bietet jetzt kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder in wesentlichen Teilen einstellen mussten, das Nachfolgeprogramm „Überbrückungshilfe Corona“ an. Beim Entscheid zur Förderung wird im Vergleich zur ersten Förderrunde viel genauer hingeschaut. Erstattet wird laut Bundesregierung nur, wenn ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer die Umsatzausfälle und die betrieblichen Fixkosten bestätigt hat. Das Programm soll eine Laufzeit von drei Monaten, von Juni bis August 2020, haben. Zuständig für die Bewilligung der Zuschüsse werden die Länder sein.

Eine Antragstellung ist noch nicht möglich. Erste Eckpunkte zum Zuschussprogramm kann man auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unter www.wm.baden-wuerttemberg.de finden, heißt es abschließend in einem Bericht der Handwerkskammer.