Main-Tauber

Weltseniorentag Walter Lutz, Kreisvorsitzender der Senioren-Union, plädiert für Selbstbestimmung von Senioren gerade in Corona-Zeiten

Respekt, Schutz und Anerkennung älterer Menschen jederzeit wichtig

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Älter als 65 Jahre ist jeder fünfte Mensch in Deutschland. Weltweit wächst aufgrund steigender Lebenserwartung die Zahl der Senioren. Um dieser Bevölkerungsgruppe international Aufmerksamkeit zu schenken, wird seit 1990 auf Beschluss der Vereinten Nationen an jedem 1. Oktober der Weltseniorentag, oder, wie er international bezeichnet wird, der „International Day of Older Persons“ begangen.

Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Walter Lutz, weist darauf hin, dass viele ältere Menschen heutzutage aktiv im gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Leben stehen. Sie sind gesünder, gebildeter und vitaler als in vergangenen Zeiten.

Erfahrungsschatz teilen

Viele wollen ihren Erfahrungs- und Wissensschatz mit den jüngeren Generationen teilen, aber auch dazulernen, um die Chancen der Digitalisierung besser nutzen zu können. Sie wollen fit und gesund bleiben und ihr Leben nicht nur genießen, sondern sich auch sozial einbringen. Von den rund 30 Millionen in Deutschland ehrenamtlich Tätigen, zählen sehr viele zur Gruppe der Rentnerinnen und Rentner.

Die Corona-Krise hat Menschen ab 60 Jahren automatisch zur „Risikogruppe“ innerhalb der Gesellschaft erhoben. Auch wenn dies in guter Absicht und zum Schutz der Älteren geschieht, sollte dabei immer das Selbstbestimmungsrecht gewahrt bleiben. Vor allem Pflegebedürftige und Heimbewohner sollten, unter Berücksichtigung der Corona-Regeln, am sozialen Leben teilhaben dürfen.

Unabhängig vom Alter sollte jeder Mensch Respekt, Schutz und Anerkennung erfahren. In Würde altern zu dürfen, im Vertrauen auf ein zuverlässiges Gesundheits- und Sozialsystem, ist eine Errungenschaft, die täglich mit Leben erfüllt werden muss.

Politik ist gefordert

Deshalb meint der Kreisvorsitzende der Senioren-Union: „Die Politik ist gefordert – aber auch jeder und jede Einzelne kann sich täglich einbringen und älteren Menschen, ihren besonderen Bedürfnissen entsprechend, Wertschätzung zeigen – und das nicht nur am 1. Oktober.“