Main-Tauber

DLRG Appell an Bevölkerung / Einsatzkräfte keinen erhöhten Risiken aussetzen

Nicht auf Seen ausweichen

Main-Tauber-Kreis.Die Entwicklung der Corona-Pandemie hat auch die DLRG zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Seit dem 13. März wurden der Übungsbetrieb, die Lehrgänge und alle Gemeinschaftsveranstaltungen im ganzen Landesverband Württemberg eingestellt.

Auch der normalerweise Mitte Mai beginnende Wachdienst an Freibädern und Seen kann aufgrund der geltenden Regelungen der Landesregierung nicht gestartet werden. „Auch wenn die Freibäder geschlossen sind, bitten wir die Bevölkerung, nicht auf Seen oder andere Gewässer auszuweichen, solange die derzeitigen Regelungen vorherrschen und Abstands- sowie Hygieneregeln eingehalten werden müssen“ so Armin Flohr, Präsident des DLRG Landesverbands Württemberg.

„Eine Durchführung des Wachdienstes an Seen – und somit die Präsenz vor Ort – kann derzeit nicht gewährleistet werden“ so Eberhard Metzger, Leiter Einsatz des DLRG Landesverbandes Württemberg. „Unsere Einsatzkräfte sind in Notfällen einsatzbereit. Wir hoffen jedoch auch, dass diese nur in wirklich unvermeidbaren Notsituationen gerufen werden müssen“, so Metzger weiter.

Einsatzkräfte wurden in den vergangenen Wochen bundesweit immer wieder zu Einsätzen auf dem Wasser gerufen, weil Uneinsichtige den Ernst der Lage verkennen. Hierdurch würden Retter unnötig belastet und einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Zahl der Badeunfälle nicht steigen“ so Bezirksvorsitzender Heiko Lang. Die DLRG sei für eine mögliche Aufnahme des öffentlichen Badebetriebes vorbereitet. „Wir bitten die Badbetreiber darum, Bäder in betriebsbereiten Zustand zu halten beziehungsweise die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, gerade die Freibäder hinreichend vorzubereiten um dann bei einer möglichen Aufnahme des öffentlichen Badebetriebes schnellstmöglich Alternativen zum Baden in (unbeaufsichtigten) Freigewässern anbieten zu können“, so Lang weiter. hl