Main-Tauber

Versammlung des Kreisverbands der Grünen Verschiedenen Satzungsänderungen zugestimmt

Neues Wahlkreisbüro in der Kurstadt

Archivartikel

Zahlreiche Satzungsänderungen standen bei der Kreismitgliederversammlung der Grünen im Mittelpunkt.

Main-Tauber-Kreis. Kreisvorsitzender Dietrich Grebbin begrüßte zu Beginn nicht nur die zahlreich erschienenen Mitglieder, sondern auch Charlotte Schneidewind-Hartnagel. Die Vorsitzende des Landesfrauenrats rückt am 1. November für Kerstin Andreae in den Bundestag nach.

In Berlin vertreten

In ihrem Grußwort sprach sie von einer großen Überraschung, die beim bislang jüngsten Treffen im Juli noch nicht bekannt gewesen sei. Sie freue sich sehr für den Kreisverband, dass der Wahlkreis Odenwald-Tauber nach 28 Jahren wieder von einer grünen Abgeordneten in Berlin vertreten werde.

„Grünerwartungsland“

Für Städte wie Heidelberg, Freiburg, Stuttgart oder Tübingen sei das zwar nichts Besonderes, betonte die Rednerin. Der Wahlkreis Odenwald-Tauber sei jedoch „Grünerwartungsland“.

Schneidewind-Hartnagel will Ansprechpartnerin für die Menschen im Wahlkreis sein. Sie wird in Bad Mergentheim ein Wahlkreisbüro einrichten, das an zwei Tagen pro Woche von einer Mitarbeiterin besetzt wird.

Hannes Rosenitsch berichtete von der Landesdelegiertenkonferenz in Sindelfingen. Es sei besonders erfreulich, dass mit Oliver Hildenbrand ein Mitglied des Kreisverbands Main-Tauber mit einem eindrucksvollen Wahlergebnis in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt worden ist, betonte er. In einem Leitantrag zum Klimaschutz wurde das Ziel verankert, Baden-Württemberg bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen.

Erleichtert zeigte sich Kreisrat Rainer Moritz, dass sich die Regierungskoalition mit den Initiatoren des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ auf einen Kompromiss verständigen konnte. Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens schieße an der einen oder anderen Stelle etwas über das Ziel hinaus.

Artenschutz in Fokus gerückt

Es sei auf jeden Fall ein großes Verdienst der Initiatoren, das Thema Artenschutz in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt zu haben. Das jetzt vorliegende Eckpunktepapier der Landesregierung trage dazu bei, den ökologischen Landbau auch in Schutzgebieten weiterhin möglich zu machen. Der Kreisverband wolle gemeinsam mit den konventionell wie ökologisch wirtschaftenden Landwirten und Winzern im Gespräch bleiben, um das Insektensterben zu stoppen, ohne die Existenz der Landwirte zu gefährden.

Präambel vorangestellt

Die Kreisvorsitzende und Kreisgeschäftsführerin Birgit Väth stellte anschließend zahlreiche Änderungsvorschläge für die Satzung des Kreisverbands vor, die ausführlich diskutiert wurden.

Mehrheitlich entschieden sich die Mitglieder dafür, der Satzung eine Präambel voranzustellen. Die geänderte Satzung wurde abschließend bei einer Enthaltung beschlossen.